Sie befinden sich im kleinen Wortladen des Sprachbloggeurs. Klein aber längst ein Geheimtipp. Man nimmt die Reise in diesen abgelegenen Vorort der Stadt WehWehWeh gerne auf sich. Beim Sprachbloggeur kann man nie wissen, was es zu finden gibt. Denn hier biete ich ein buntes Allerlei. Es hängen zwar noch immer keine Bilder in meinem Laden. Brauche ich sie aber? Vielleicht später mal. Meine Archive aus früherer Zeit habe ich übrigens schon längst "importiert". Nur: Ich weiß nicht, wie ich sie sichtbar mache. HTML spreche ich noch immer viel zu stumperhaft. Vielleicht lerne ich diese Sprache noch. Seien Sie herzlich gegrüßt, lieber Gast: Be it ever so humble, there's no place like home. Ihr Sprachbloggeur, PJ Blumenthal: DEM WORT AUF DER SPUR

Pfingstpredigt für die cleveren Inseratenschleicher

Warum schlagen sich die Leute die Köpfe ein, liebe Inseratenschleicher? Ganz klar! Weil sie sich gegenseitig nicht verstehen.

Pfingsten, zum Beispiel. Das Wort ist eine Verballhornung des griechischen „Pentakoste“, zu Deutsch „Fünfzigste“, d.h., der fünfzigste Tag nach Ostern. Genauer gesagt, der fünfzigste Tag nach dem jüdischen Passachfest. Denn das Pfingstfest wurde von einem jüdischen und nicht von einem christlichen Fest abgeleitet, das in der Antike auf Griechisch „Pentakoste“ hieß. So steht es jedenfalls in der „Apostelgeschichte“.

Die Rache der Killertomaten etc.

„Boccaccio“? Heute muss man davon ausgehen, dass dieser Name den meisten Menschen nicht mehr geläufig ist. Man denkt vielleicht an eine putzige japanische Trickfilmfigur. Oder man tippt auf ein italienisches Kartenspiel oder eine Salatart der nouvelle cuisine. (Zum Thema Salat komme ich unten noch einmal zurück).

Stellen Sie sich vor: Es ist Weltuntergang und keiner geht hin

Als die Welt am 21. Mai wider Erwarten nicht zu Ende ging, habe ich gedacht: Kein Wunder. Wie sollte das in einer globalisierten Welt überhaupt funktionieren?

Ich hatte nämlich irgendwo gelesen, dass es um 17.30 in Kalifornien losgehen sollte. Das hat mich gleich stutzig gemacht. Denn um diese Zeit wäre in Mitteleuropa schon der 22. Mai. Und in China wäre man längst dabei, den Geschäften nachzugehen und die Regimekritiker niederzuknüppeln.

Irgendwie ist der Wurm drin, sagte ich mir.

Geheimwaffe gegen Spammer: Friede, Freude, Eierkuchen

Wäre es nicht schön, wenn wir alle nett zueinander wären und kein Mensch mehr über Krieg redete nur noch über den Frieden?

Im Paradies habe ich jemanden kennengelernt, der nach dieser Devise zu leben scheint.

Sie wissen vielleicht schon: „Paradies“ ist der Name meines Lieblingsobstundgemüseladens. (Oder sagt man: „Lieblingsobst- und Gemüseladen? Das nur nebenbei gefragt).

Gunter Sachs und ich reden über den „wuss“

Kaum blitzte das Schwarz-Weiß Foto des alten „Lebemanns“ über den Bildschirm, schon habe ich den Sinn des Ikons begriffen. „Gunter Sachs ist tot“ sagte die Nachrichtensprecherin mit einer gewissen Pietät. Das ist immer der Tonfall im Fernsehen, wenn ein „Prominenter“ von der Bühne abtritt.

Die wahre Geschichte vom Tode Osama bin Ladens: ein Sprachbloggeur-Exklusiv

Bevor ich meine Kenntnisse über den Tod Osama bin Ladens preisgebe, muss ich unbedingt die englische Vokabel „to upstage“ erklären. Man übersetzt dieses Zeitwort am schönsten mit „jemandem die Schau stehlen“.

Dieser Begriff hat seinen Ursprung im englischsprachigen Theaterjargon. Die Bühne („stage“) wird nämlich in Quadranten eingeteilt: „downstage“ (Richtung Publikum), „upstage“ (nach hinten) „stage left“ und „stage right“.

Die Gedächtniskunst – erste kostenlose Lektion

Zeit meines Lebens bin ich eine betriebswirtschaftliche Niete gewesen. An dieser Stelle hatte ich ursprünglich vor, einen Brief an den Aufsichtsrat der Commerzbank zu schreiben, um Aufnahme in dieses Gremium zu bitten. Eine schöne Arbeit. Man tut wenig und bekommt dafür viel. Stattdessen habe ich mich entschlossen, Ihnen eine kostenlose Lektion über die Gedächtniskunst zu bieten. Wie gesagt: Was das Geschäftliche betrifft, war ich schon immer eine Niete.

Ei weh weh, who, when, Hu und Wen: Fragmente eines Dialogs

Schon seit Wochen will ich über das Schicksal Ai Weiweis schreiben – als Protest quasi gegen die Proteste in Europa usw., die, so meine ich, meistens zu lau ausfallen.

Stimmt nicht ganz. Vor diversen chinesischen Botschaften weltweit werden die Tage 1001 Stühle aufgestellt, wobei ein Stuhl leer bleibt – die natürlich von Ai. In München hängt ein großes Transparent vor der Kunstakademie: „Free Ai Weiwei“. Auch vor dem Tate in London flattert eins. Und so weiter.

Mein Buch über die traurige Nacht

Ich wollte schon immer ein Buch über Hernando Cortes schreiben.

Genauer gesagt, ein Buch über die „noche triste“ – zu Deutsch die „traurige Nacht“. Unter diesem Namen ist ein Ereignis in die Geschichte eingegangen, das am 30. Juni 1520 geschehen ist.

An dem Abend haben die Azteken die spanischen Eroberer aus der Azteken- Hauptstadt Tenochtitlan – heute „Mexiko City“ – gejagt. Tenochtitlan war damals eine Inselstadt, die durch künstliche Dämme mit dem Festland verbunden war.

Warum ich meinen Namen trage – oder nice guys finish last*

Wissen Sie, wie man Liebkind spielt?

Ich schon. Ich habe Jahre lang Liebkind gespielt. Ja, es ist ein Spiel, wie Schach oder Mühle. Und ich, wenn ich’s so sagen darf, habe ein besonderes Talent dafür gehabt.

Liebkind spielen ist eine Uberlebensstrategie, eine von vielen. Das Konzept ist einfach zu vermitteln: Wenn ich lieb und nett bin, dann werden die anderen lieb und nett zu mir sein.

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