Sie befinden sich im kleinen Wortladen des Sprachbloggeurs. Klein aber längst ein Geheimtipp. Man nimmt die Reise in diesen abgelegenen Vorort der Stadt WehWehWeh gerne auf sich. Beim Sprachbloggeur kann man nie wissen, was es zu finden gibt. Denn hier biete ich ein buntes Allerlei. Es hängen zwar noch immer keine Bilder in meinem Laden. Brauche ich sie aber? Vielleicht später mal. Meine Archive aus früherer Zeit habe ich übrigens schon längst "importiert". Nur: Ich weiß nicht, wie ich sie sichtbar mache. HTML spreche ich noch immer viel zu stumperhaft. Vielleicht lerne ich diese Sprache noch. Seien Sie herzlich gegrüßt, lieber Gast: Be it ever so humble, there's no place like home. Ihr Sprachbloggeur, PJ Blumenthal: DEM WORT AUF DER SPUR

Zeit für ASMR?

Wer den Begriff ASMR bereits kennt, darf jetzt das Zimmer verlassen. Oder vielleicht doch lieber bleiben. Denn mein Thema betrifft nicht nur ASMR, sondern die Zeit.

Drama um den vegetarischen Käseschnitzel (mit Happyend)

Ich wollte von einem vegetarischen Käseschnitzel und einen kaputten Zahn berichten, doch dann kam die Musik.

Einer, der sich „Mandopelli“ nennt, spielte den Evergreen „All of Me“ und zack! Der Ärger wegen des kaputten Zahns und des veg. Käseschnitzels war mit einem Mal wie verflogen.

Schauen Sie selbst mal auf YouTube unter Stichwort „Mandopelli“/„All of Me“. Sie werden in zwei Minuten irdischen Paradieses laben. Kein Ärger hält so viel Lebensfreude lange aus, er zerstäubt wie eine Regenwolke in der prallen Sonne.

Sollten Sie nicht über „Vocal Frying“ informiert sein…

Schon 2015 wusste die „Welt“ Bescheid. Noch früher (2014) war die TAZ auf dem Laufenden. Ich habe erst gestern davon erfahren. Und Sie? Wissen Sie schon, was das bedeutet „Vocal Frying“?

Oder versuchen wir’s mittels des ungebräuchlichen deutschen Pendants. Wissen Sie schon, was eine „Schnarrstimme“ ist, auch „Strohbass“ genannt (in diesem Sinn allerdings eine Gesangstechnik)? Oder wie es in Österreich heißt: ein „Stimmbrutzeln“?

Alles übers unmögliche Buch des Herrn Tiedemann

Es ist verzeihlich, wenn man den Namen Friedrich Tiedemann nicht kennt, obwohl es sicherlich irgendwo in Deutschland eine (bzw. mehrere) Friedrich-Tiedemann-Straßen gibt (hab dies aber nicht gegoogelt).

Er wurde 1781 in Kassel geboren; gestorben ist er 1861 in München.

Darf ich vorstellen: Helmuth den anonymen Hacker

Mein Handy-Dienstleistender „Blau“ versicherte, ich werde nach voraussichtlich einer Minute Wartezeit telefonisch bedient werden. Nach 17 Minuten an der Strippe legte ich endlich auf. Vielleicht wurde ich bestraft, weil ich der einlullenden Stimme, die mich aufforderte, das Gespräch aufzeichnen zu lassen, nicht gefolgt bin.

„Blau“ brauche die Aufzeichnungen für Trainingszwecke, hieß es. Ja, liebe Lesende, so sieht im Info-Zeitalter die Kommunikation aus.

Ärgerlich, umso mehr, weil heute mein Handy-Dienstleistender nicht einmal mein Thema ist.

Es gab einmal zwei alte Damen: Die eine ging raus, die andere naus

170 Menschenjahre stehen an der Haustür. Frau F. will rein ins Haus; Frau S. will naus auf die Straße. Beide sind Rollatorfahrerinnen, und die Tür ist nicht breit. Es muss was geschehen.

In dem Augenblick ist mein Gespräch mit Frau F. ohnehin zu Ende. „Koana hod Zeit fiar mi“, hatte sie geklagt.

Was heißt „klagen“. Sie hat recht. Sie erleidet das Schicksal vieler alter Menschen: Frau F. ist einsam. Mann tot. Bekannte und Freundinnen tot. Wer noch lebt, hat meistens zu tun. Keiner hat Zeit mit ihr zu tratschen.

Wofür ich dankbar bin

Schon wieder jene Jahreszeit, wo man mit dem Alten Schluss macht, um freiwillig und hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken. Man will sich am ersten Januar des neuen Jahres (in diesem Fall, liebe Historiker, ist die Rede vom Jahr 2019) sauber fühlen, als wäre der letzte Dezembertag des alten Jahres ein Tag, auf dem man sich bedeutungsschwer in die Badewanne begibt, um danach frisch und „squeaky clean“ auszusteigen, um in den neuen Tag hineinzumarschieren.

Frisch ins neue Jahr.

Reden wie ein Muttersprachler? Ein Kinderspiel, wenn Sie Folgendes beachten…

Einmal wollte ich ein bisschen angeben. Ich sagte zu Boris, so heißt der sehr sympathische russische Mitarbeiter bei unserem Hausmeisterdienst: „Strasvuiztje! kak idjot?“ Zu Deutsch: Hallo! Wie geht’s?

Boris lachte und nickte freundlich wie immer mit dem Kopf, weil er ein freundlicher Mensch ist: „Sspassibo, charascho.“ Also, Danke, gut.

Ende der Geschichte? Nein, erst der Anfang.

Erstens: Der Mann, den ich „Bo-riss“ nenne (Betonung aufs „Bo“) heißt in Wirklichkeit „Ba-riess“ (Betonung auf dem „riess“).

Du ju sspiek Ienglisch? (Plädoyer fürs Esperanto!)

Hallo rriederrs ov sa Sprachbloggeur. Tudaj vie b’ginn siss piess in Ienglisch. Yes?

Etc. etc. etc. Nein doch lieber Deutsch. Oder wenn schon English, dann vielleicht: how y’all doin. Whatcha say we do this un in English…etc. etc.
Ääm, worauf will er hinaus, der Sprachbloggeur?

Es geht um Folgendes: Letzte Woche hab ich irgendwo einen Artikel darüber gelesen, dass der Unterricht auf irgendwelcher dt. Uni oder Hochschule fortan auf Englisch stattfindet.

Vom 5G Vogelsterben schon gehört? Hier die saftigen Fakten…

Ist Google männlich oder weiblich?

Wahrscheinlich haben Sie sich über diese Frage nie Gedanken gemacht. Ich auch nicht, bis ich neulich jemandem (bzw. „jemandin“) sagte, „Ich werde Onkel Google fragen.“

„Wieso ‚Onkel‘ Google. Vielleicht ist es ‚Tante‘ Google?“

Sie hatte recht. Ein alter Freund (nicht Freundin) sagt immer: „Weiß nur die Göttin“.

Aber halt. Das mit den Genderkriegen ist heute nicht mein Thema und fällt mir nur deshalb ein, weil ich mich heute bei YouTube (notabene ein Google-Produkt) eingeklinkt hatte.

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