Sie befinden sich im kleinen Wortladen des Sprachbloggeurs. Klein aber längst ein Geheimtipp. Man nimmt die Reise in diesen abgelegenen Vorort der Stadt WehWehWeh gerne auf sich. Beim Sprachbloggeur kann man nie wissen, was es zu finden gibt. Denn hier biete ich ein buntes Allerlei. Es hängen zwar noch immer keine Bilder in meinem Laden. Brauche ich sie aber? Vielleicht später mal. Meine Archive aus früherer Zeit habe ich übrigens schon längst "importiert". Nur: Ich weiß nicht, wie ich sie sichtbar mache. HTML spreche ich noch immer viel zu stumperhaft. Vielleicht lerne ich diese Sprache noch. Seien Sie herzlich gegrüßt, lieber Gast: Be it ever so humble, there's no place like home. Ihr Sprachbloggeur, PJ Blumenthal: DEM WORT AUF DER SPUR

Psssst. IKEA hat den Kundendienst auf einem anderen Planeten ge“outsource“t

Hilfe! Die Menschen sind weg! Oder wenn sie doch da sind, dann nur in weiter Entfernung! Ich glaube, es hat etwas damit zu tun, dass wir jetzt in den 20er Jahren des jungen Jahrhunderts angekommen sind. Endlich sind wir in der Z u k u n f t gelandet!

Vielleicht muss ich all dies etwas deutlicher zum Ausdruck bringen.

Vor ein paar Jahren – da waren wir noch nicht in den 20er Jahren – habe ich beim Kundendienst der Süddeutschen Zeitung angerufen. Ich wollte nämlich zwecks Urlaub die Zustellung unterbrechen.

Ein Witz übers Taubenfüttern und noch einiges dazu

Kennen Sie den alten Witz? Ein Mann setzt sich auf eine Bank im Park, holt sich eine große Tüte hervor und fängt an, die Tauben zu füttern. Im Nu drängen sich die Tauben rege um ihn. Es herrscht bald ein Fressrausch. Feder fliegen, Tauben gurren in dissonantem Chor, Flügel flattern. Der Mann ist Mittelpunkt einer frenetischen Massenbewegung.

Plädoyer für eine achttägige (bzw., neun- oder zehntägige) Woche

An wen soll ich mich mit folgender Bitte wenden? An den Weihnachtsmann? An Santa Claus? Ans Christkind (sprich Jesus im Kinderalter)? An Mutti und Vati? Geht nicht, sie leben nicht mehr…

Ich möchte mich jedenfalls mit meiner Bitte an jemanden wenden, der für die Ausgabe von Geschenken zuständig ist.

Aber an wen wenden!? Denn das, was ich mir – und Ihnen – wünsche, erhält man nicht einmal bei Amazon oder Notebooksbilliger.

Brief an eine künftige Generation

Hallo Leser des Jahres 2069. Hier ein Gruß aus der Vergangenheit. Mag sein, dass unsere Wege mal kreuzten. Doch damals waren Sie sehr jung und ich sehr alt.

Upps! Hab ich „Leser“ geschrieben? Zu meiner Zeit haben viele Leute „LeserInnen“ anstatt „Leser“ geschrieben, um darauf hinzudeuten, dass sie nicht nur Männer, sondern auch Frauen ansprechen. Die althergebrachte kollektive Form „Leser“ galt als diskriminierend.

Sprachliches über mein Blatterl im Gau

FYI hatte ICH, der Sprachbloggeur, mal das siebt beste Blatterl im ganzen südbairischen Gau geschossen.

Ursprünglich hieß es sogar, dass ich das sechst beste Blatterl geschossen hatte, aber dann kam einer im letzten Augenblick daher und hat mich mikrometermäßig übertrumpft. So ist das Sportleben.

Da ich zur Zeit der Ehrenverleihung verreist war, hat unsere Schützenmeisterin den Preis stellvertretend für mich entgegengenommen.

MEME SEME HÄME – raus bist Du! (etc.)

Hab ich all dies nur erträumet?

Ich bilde mir ein, dass ich als Neuling in Deutschland vor endlosen Jahren Folgendes gehört habe: Enna menna mu, raus bist du.

Dieser Kinderspruch, um beim Spielen auszusortieren, hat mich damals sprachlich sehr interessiert, weil, ich aus meiner amer. Heimat etwas Verwandtes kannte:

„Eenie meenie miny mo (sprich ienie, mienie, meinie mo)
catch a tiger by his toe.
If he hollers let him go.
My mother said to pick this one.”

Google „Du“ und Axel „Er“

Er hieß Axel. Das weiß ich noch genau. Und seine Frau war die…ähm…verdammt! Hab den Namen vergessen. Ist ja egal. Vielleicht fällt er mir später wieder ein. Wir sagten aber nie „Axel“ und „…“ zu ihnen, sondern stets „Grüß Gott, Herr…, Grüß Gott, Frau… Auch den Nachnamen hab ich vergessen!

Es war das Inhaberehepaar eines Obstundgemüseladens in einer Gegend, wo ich einst gewohnt hatte. Bin neulich vorbei gefahren. Ich glaube, es gibt sie noch.

Grausame Geschichten, die man jeden Tag lesen kann

Schade. Ich hab Baschar al-Assad um ein Interview gebeten. Er hat es nicht einmal für nötig gehalten, auf meine Bitte zu antworten. Freundin I. meint, das sei schon wieder ein Beispiel der verrohten Manieren unserer Zeit.

„Jeder ist mit sich beschäftigt“, sagt sie, „und jeder hält sich für den Mittelpunkt der Schöpfung. Die Leute benehmen sich wie die Säuglinge…ohne allerdings niedlich zu sein!“ Sie lacht.

Halloween, nein danke!

Hoffentlich keine übereilte Vorfreude meinerseits, Kann es aber sein, dass das dt. Halloween dieses Jahr entsorgt worden ist?

Damit will ich sagen: Ich habe bisher keine Spuren dieses Importfestes wahrgenommen. Ob es nur daran liegt, dass ich die eigene Nachbarschaft (Neuenglisch „hood“) in München selten verlasse?

Aber auch keine Erwähnung eines Halloween-ähnlichen Ereignisses in der Boulevardpresse… zumindest bisher.

Der Tod des Paradieses – Nein, nicht tot im Paradies

Über einen Tod zu berichten, ist (meistens) eine traurige Sache (außer, wenn einer wie Assad etc. an geronnenem Blut erstickt).

In diesem Fall – sprich Todesfall – schlägt die Sache schwer zu Buche: Das Paradies ist gestorben.

Treue Leser dieser esoterischen Glosse ahnen bereits, worum es hier geht. Neulinge (hallo und willkommen!) fragen sich: Wie kann das Paradies sterben? Ein Mensch stirbt…aber das Paradies?

Nun schmunzelt der erfahrene Leser, die erfahrene Leserin (oder wird mit dieser zähflüssigen Einleitung ungeduldig).

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