Sie befinden sich im kleinen Wortladen des Sprachbloggeurs. Klein aber längst ein Geheimtipp. Man nimmt die Reise in diesen abgelegenen Vorort der Stadt WehWehWeh gerne auf sich. Beim Sprachbloggeur kann man nie wissen, was es zu finden gibt. Denn hier biete ich ein buntes Allerlei. Es hängen zwar noch immer keine Bilder in meinem Laden. Brauche ich sie aber? Vielleicht später mal. Meine Archive aus früherer Zeit habe ich übrigens schon längst "importiert". Nur: Ich weiß nicht, wie ich sie sichtbar mache. HTML spreche ich noch immer viel zu stumperhaft. Vielleicht lerne ich diese Sprache noch. Seien Sie herzlich gegrüßt, lieber Gast: Be it ever so humble, there's no place like home. Ihr Sprachbloggeur, PJ Blumenthal: DEM WORT AUF DER SPUR

Ein Interview mit dem Corona Virus…Verzeihung: mit „Squeezy Ball“

„Komm, Süßes, sag den Leuten, hallo.“

„Nein!!“

„O bitte. Alle möchten Dich kennenlernen. Schließlich bist Du kein Niemand. Wolltest Du ein Buch schreiben, würden die Verleger Schlange stehen – natürlich mit „Social Distancing“. Im Fressrausch würden sie sich gegenseitig überbieten, würden sogar Schulden machen, um die riesige erste Auflage durch die Druckmaschine zu jagen, würden Dir Versprechen machen, dich schmeicheln und ins vornehmste Restaurant einladen (falls das endlich möglich wäre). Also komm. Sei nicht so schüchtern.“

Lottogewinn in anno Coronae IV

„Das darf ja nicht wahr sein!“

„Was, Schatz?“

„Ich…ich…ich meine…wir…Kannst du dich erinnern, dass ich damals das Eurolottoabo gekauft habe?“

„Ja, ist aber schon lange her, und dann hast du dich hinterher maßlos geärgert, weil du gemeint hast, keiner gewinnt das Eurolotto, was doch zu stimmen scheint…“

„Ja, eben…aber…aber…wir…wir…haben…GEWONNEN!!!“

„Wir?! Gewonnen!!? Das darf nicht wahr sein!! Bärli! Wie viel?!!“

„NEUNZIG Millionen!!“

„Omeingott!! Neun…zig MilliONen!!!“

Brief eines letzten Überlebenden auf dem Mars

Lieber Elon,

ich darf Sie Elon nennen, oder? „Mr. Musk“ klingt so förmlich, und in meiner Situation, hungere ich beinahe verzweifelt nach der Informalität. Der letzte Überlebende auf der Mars Mission zu sein, mutet für manche vielleicht wie eine Ehre oder Glücksfall an. Doch um die Wahrheit zu sagen, beneide ich meine Mitreisenden, deren sterbliche Reste ich leider noch nicht unter die Erde…ich meine unter den Boden…hab bringen können. Sie liegen alle miteinander…da draußen.

Schimpfen und das Stammhirn – ein Beispiel

Wer gern fotografiert, wird folgende Situation gut nachvollziehen können.

Wir Gefangene des Corona Virus dürfen zum Glück aus Gründen der Ertüchtigung allein oder mit einem Menschen aus dem eigenen Haushalt in die frische Luft. Das bedeutet spazieren gehen, joggen, radeln usw. Zumindest in Deutschland ist es so. Und ich finde es in Ordnung. Verglichen mit den Bestimmungen in Spanien, Frankreich oder Italien klingt unsere Freiheit beinahe paradiesisch.

Also bin ich letzte Woche, da die frische, trockne Luft und die Dürresonne so verlockend waren, Fahrrad gefahren.

Ausführliches übers „Social Distancing“

Sie wollten schon immer wissen, was das „Social Distancing“ für eine Bewandtnis hat? Dann sind Sie hier richtig!

Seit ein paar Monaten ist dieser fremde Begriff urplötzlich in aller Mund. Wer den Supermarkt oder die Bäckerei betritt, kennt schon die Regeln: Abstand halten und zwar deshalb, um die Kurve abzuflachen („flatten the curve“) – ein Konzept übrigens aus der Gauss’schen Mathematik.

Alles, was Sie über die Herdenimmunität zu wissen brauchen

Her damit mit der Immunität!

Ohne jemandem auf den Schlips treten zu wollen, halte ich es für höchste Zeit, dass wir miteinander ein wichtiges Thema diskutieren: die Herdenimmunität.

Enkelkindtrickserei im Coronazeitalter

Wir nennen sie „G“ für „Gaunerin“.

Eines Nachmittags ruft „G“ bei der betagten Frau S. (Vorname „Elisabeta“) an. „G“ ist eine geübte Schauspielerin und sagt Folgendes:

„G“: Hallöchen! Rate, wer am Telefon ist.

Frau S.: Ähmmmm…Dora? Bist du es?

Lagerkoller ade! Heute Englischunterricht bei Ihnen zuhause!

Na, liebe wegen der Covid-19-Seuche Eingesperrte, hat Sie schon der Lagerkoller gepackt? Wenn ja (auch wenn nein), sind Sie hier richtig.

Ein wenig Ablenkung ist zu jeder Zeit von Nutzen, umso mehr, wenn der Alltag – aus Gründen, die man nicht verändern kann – eintönig wird und man das Gefühl hat, die Decke fällt einem bald auf dem Kopf.

Aber bitte. So schlimm ist es zum Glück nicht. Sie dürfen weiterhin einkaufen gehen, eine Runde drehen, sogar mit dem Radl die Gegend erkunden.

Geheimnis Toilettenpapier

Heute werde ich Ihnen verraten, wo das Toilettenpapier verschwunden ist. Da ich aber in erster Linie ein Sprachbloggeur bin, zunächst eine kurze Abhandlung über das Wort selbst: „Toilettenpapier“.

Über die Vokabel „Papier“ brauch ich nicht lang zu referieren. Denn jeder weiß, dass „Papier“ mit „Papyrus“ verwandt ist, womit ein Schilfgeflecht, worauf man in der Antike Texte schrieb, gemeint ist. Was Sie vielleicht nicht wissen: Dieses Wort „Papyrus“ stammt aus dem Altägyptischen und bedeutete damals „königliches Schreibzeug“. Im Ernst.

Zeitvertreib, wenn das Virus droht…

Vielleicht sagt Ihnen „Das Dekameron“ etwas. So nannte der italienische Schriftsteller Giovanni Boccaccio die Sammlung von einhundert Geschichten, die er Mitte des 14. Jh. geschrieben hat. Ich glaube nicht, dass sie auf Netflix zu sehen sind.

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