Sie befinden sich im kleinen Wortladen des Sprachbloggeurs. Klein aber längst ein Geheimtipp. Man nimmt die Reise in diesen abgelegenen Vorort der Stadt WehWehWeh gerne auf sich. Beim Sprachbloggeur kann man nie wissen, was es zu finden gibt. Denn hier biete ich ein buntes Allerlei. Es hängen zwar noch immer keine Bilder in meinem Laden. Brauche ich sie aber? Vielleicht später mal. Meine Archive aus früherer Zeit habe ich übrigens schon längst "importiert". Nur: Ich weiß nicht, wie ich sie sichtbar mache. HTML spreche ich noch immer viel zu stumperhaft. Vielleicht lerne ich diese Sprache noch. Seien Sie herzlich gegrüßt, lieber Gast: Be it ever so humble, there's no place like home. Ihr Sprachbloggeur, PJ Blumenthal: DEM WORT AUF DER SPUR

Onkel Sprachbloggeur erklärt die Welt

Wo war ich denn stehen geblieben? Ich meine, vor ca. sechs Wochen, bevor diese Seite von Schädlingen (schämt euch, Rotzpack!) infiziert wurde.

Komisch, doch alles, was ich damals für wichtig hielt (ich meine als Themen für diese Seite), kommt mir plötzlich belanglos vor. Manches, was mir damals unter dem Nagel brannte, langweilt mich plötzlich. Über Mohammed Ali schreiben? Über Brexit? Gähn.

Dann blätterte ich in meinem Notizbuch (ja, ich habe ein Notizbuch angelegt - extra für den Sprachbloggeur) und stieß auf den folgenden Satz. Ich zitiere:

Erlebnisbericht: Was machst du, wenn du selbst zum Risiko wirst?

Sprachbloggeur: (steht vor einer geschlossenen Flügeltür vielleicht so hoch wie der Kölner Dom. Das Haus selbst, zu dem die Tür der Eingang ist, erfasst man nicht mit den Augen. Man weiß nur, dass man vor einem Eingang steht. Der Sprachbloggeur klopft an. Wo er steht, ist nämlich eine kleine, menschenhohe Tür in der Tür) Klopf klopf. (Er wartet, lange, ohne dass jemand antwortet. Beinahe will er aufgeben. Aber nein. Er klopft wieder) Klopf klopf.

Google: Verschwinde!

Sprachbloggeur: Ja, aber…

Extrablatt: Der Sprachbloggeur überlebt die Vertschernobylisierung seiner Seite

Ja, liebe Leser des Sprachbloggeurs, nach einem (sehr) bösen Cyberangriff - ich bin überzeugt, es waren Außerirdische - erwacht der Sprachbloggeur aus dem Cyberkoma und berichtet von seinen Fieberträumen. Diese Woche aber noch nicht. Dies hier ist lediglich die Ankündigung.

Nebenbei: Die Paranoiker dieser Welt haben jetzt eine eigene Gewerkschaft. Sie nennen sich "Gang-Stalkers" (Bandennachstellende) und bestätigen gegenseitig, dass sie tatsächlich von Außerirdischen ausspioniert werden.

Namen ist Amen

Dass es so etwas wie einen „Namenstag“ gab, erfuhr ich erst in Deutschland. Als „P.J.“ hab ich natürlich keine Gelegenheit meinen „Namenstag“ zu feiern. Damit muss man leben.

Manchmal wird „P.J.“ nicht einmal als Namen verstanden. Namen, die man mit Anfangsbuchstaben konstruiert, haben keine große Tradition in Deutschland. Ja, es gibt O.W. Fischer (Otto Wilhelm) und E.T.A. Hoffmann (Ernst Theodor Amadeus). Ich weiß aber nicht, wie sie ihre Freunde nannten. Otto? Ernst?

Vom Aussterben bedroht: sibirische Tiger und Altphilologen

Heute nenne ich Namen.

Vor zwei Wochen war ich auf einem Vortrag der Petronian Society, Munich Section. Wahrscheinlich kennen Sie diese Gesellschaft nicht. Es würde mich nicht wundern.

Die Petronian Society ist ein Treffpunkt für Altphilologen (m. und w.). In einer entspannten und unterhaltsamen Atmosphäre informieren Gastredner über Themen der römischen und griechischen Antike. In München wird die Society vom emeritierten Professor Niklas Holzberg (erster Name) liebevoll betreut.

Wie sagt man „Arsch“ auf Deutsch (oder die Kunst des Übersetzens)

Unehrliche Politiker und Beamte aufgepasst. Der Pechsee droht.

Wir befinden uns– nach Dante – im fünften Ring der Hölle.

Alles, was einem zu Lebzeiten an den Fingern geklebt hat, mutiert hier zu einem schwarzen Gebräu, in dem man meistens kopfunter befestigt bleibt. Pech gehabt (haha). Wer es wagt, die Oberfläche zu erstreben, wird von äußerst unfreundlichen Dämonen, die mit großen Mistgabeln ausgerüstet sind, traktiert und wieder nach unten gedrängt.

Jetzt wird’s irgendwie ernst

Wissen Sie, was der Unterschied ist zwischen einer Komödie und einer Tragödie?

Die Antwort ist eigentlich ganz easy. Eine Komödie ist eine düstere Geschichte, die gut ausgeht. Zum Beispiel Dantes „Göttliche Komödie“. Der Erzähler beginnt seine Reise in der Hölle, wo alle in Pech, Scheiße und im ewigen Eis völlig ohne Hoffnung ausharren. Am Schluss führt er uns Leser ins Paradies. Ende gut, also, alles gut.

Gedanken über DAS „Schmähgedicht“ (Nein! Nicht schon wieder!)

Ja, auch der Sprachbloggeur will sich die Finger an dieser heißen Sudelstelle verbrennen. Naja, nicht wirklich. Ich trage heute meine ofen-und-odelfesten Handschuhe.

Eine Sache bei dieser „Schmähgedichtaffäre“ macht mich besonders konfus. Bitte, liebe juristisch Versierte: Hab ich es nur geträumt, oder sind in Deutschland doch mit saftigen Geldstrafen zu rechnen, wenn jemand im Straßenverkehr ungeduldig wird und beim Überholen eines langsamen Fahrenden, diesen den „Vogel“ zeigt?

Muttersprachler haben recht (auch wenn sie unrecht haben)

Ich war fest überzeugt, dass ich „Spiegel-Online“ bei einem Deutschfehler ertappt hatte. Mei, war ich stolz. Besagte Textstelle, eine Überschrift, lautete: „VW Vorstände bestehen auf hohen Bonuszahlungen“.

Ha! Gotcha! (got you) dachte ich. Es müsste eigentlich „auf hohe Bonuszahlungen“ heißen. Wie ein triumphierender Kreuzzügler marschierte ich nun, um etwas Brokkoli, Zucchini und Schwammerln zu kaufen, ins Paradies. Ich glaube, die guten Erdbeeren kamen auch auf die Theke.

Wo es lang geht (wo es kurz geht)

Sorry. Hier kein aufgebrachtes Entsetzen über die „Panama Papers“. Nicht bei mir. Falls Sie so etwas suchen, finden Sie alles, was Ihnen diesbezüglich eine Freude macht, bei den Kollegen der diversen Nachrichtenseiten.

Dieser Cyberschuster bleibt bei seinen digitalen Leisten. Heute möchte ich viel lieber über die deutsche Sprache lästern – wie gewohnt vom Standpunkt des Migrantlers.

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