Sie befinden sich im kleinen Wortladen des Sprachbloggeurs. Klein aber längst ein Geheimtipp. Man nimmt die Reise in diesen abgelegenen Vorort der Stadt WehWehWeh gerne auf sich. Beim Sprachbloggeur kann man nie wissen, was es zu finden gibt. Denn hier biete ich ein buntes Allerlei. Es hängen zwar noch immer keine Bilder in meinem Laden. Brauche ich sie aber? Vielleicht später mal. Meine Archive aus früherer Zeit habe ich übrigens schon längst "importiert". Nur: Ich weiß nicht, wie ich sie sichtbar mache. HTML spreche ich noch immer viel zu stumperhaft. Vielleicht lerne ich diese Sprache noch. Seien Sie herzlich gegrüßt, lieber Gast: Be it ever so humble, there's no place like home. Ihr Sprachbloggeur, PJ Blumenthal: DEM WORT AUF DER SPUR

Blah blah blah

„Lieber Herr Sprachbloggeur, wie kommen Sie auf Ideen für Ihre Glossen?“

Gute Frage. Fakt ist: Manchmal weiß ich selber nicht. Zum Beispiel, dieser heutige Text. Vor etlichen Tagen dachte ich daran, wie oft Greta Thunberg mit dem Ausruf „Blablabla“ zitiert wird. Auch jüngst in Zusammenhang mit der COP26 (26. Conference Of the Parties) in Glasgow. Dort trat G. auf und meinte, die Politik rede nur „Blablabla“, anstatt die „Klimakrise“ (manchmal „Klimakatastrophe“ genannt) radikal anzupacken. Vielleicht haben Sie all dies mitbekommen.

Ein Schwerkrankes Mobilphone

Während ich diese Zeilen schreibe, lausche ich dem Gedudel der Warteschlangemusik. Früher sagte man dazu „elevator music“ (Aufzugsmusik), weil es vor der Inforevolution keine Warteschlangen am Telefon gab. Ich müsse jedenfalls mit einer Wartezeit von zehn Minuten rechnen, meinte die Roboterstimme des „Providers“.

Grund für meinen Anruf: Ich hatte seit ca. drei Wochen ein Problem, das viele sicherlich als unerträglich erachten würden: Mein Mobiltelefon war nicht mehr in der Lage, Telefonate zu tätigen.

Bekenntnisse eines alten, weißen Manns

Ich will hier zu einer Jugendsünde Stellung nehmen. Was heißt Jugendsünde? Vielmehr wohl eine Erbsünde. Damit meine ich: Ich wurde als männliches, weißes Menschenwesen geboren.

Und nun ist aus mir – weil ich so lang gelebt habe – o Schreck, o Schande: ein alter, weißer Mann geworden!

Amer. Idioms…drei Stück! For free!!

Holen Sie Papier und was zum Schreiben. Heute wieder Englischunterricht beim Sprachbloggeur! Drei Redewendungen, um Ihre Kenntnisse der engl. Sprache zu vertiefen.

Zunächst aber ein paar Worte über den deutschen Phraseologismus „was zum Schreiben“. Das sagt jeder und meint damit Bleistift, Kugelschreiber oder Füllfeder (Letzteres sehr selten).

Man sagt es beinahe automatisch. Auch ich – obwohl Deutsch lediglich meine Schwiegermuttersprache ist. Wie kam es dazu? Vorsitzender Google bietet auf diese Frage keine Hilfe. Vielleicht weiß er die Antwort selber nicht.

Gespräch mit einem Ohrwurm

Falls Sie zart besaitet sind, wird vorgewarnt: Was nun folgt, könnte schwer verdaulich sein – zumindest Teile davon.

Es geht um einen Ohrwurm (lat. Dermaptera). Vom Standpunkt unserer Ästhetik und Formempfindung sehen diese Tierchen nicht gerade schönheitswettbewerbspreisverdächtig aus. Im Gegenteil:

Achtung: Die Roboter sind auf dem Vormarsch – bald auch in Ihrem Bett?

Eine peinliche Frage: Wären Sie bereit, mit einem Sex-Roboter ins Bett zu gehen?

Der Grund meiner Frage ist nämlich ein Text, den ich in einer online Ausgabe der britischen Boulevard-Zeitung: „Daily Star“ vom 17. September 2021 entdeckt habe. Dort heißt es wörtlich:

More than 40% of us want to sleep with Sex Robots – with men more keen than women

Zu Deutsch: Über 40% von uns möchten mit Sex-Robotern schlafen, wovon Männer mehr darauf erpicht sind als Frauen.

Den Sprachbloggeur lieber lesen oder glotzen?

Wir fangen mit Herrn P. an. Er ist mein – ich glaube man sagt „Webhost“, oder „Provider“ oder „Webmaster“. Ich kenne mich mit dieser Terminologie nicht so gut aus. Ich sage zu ihm immer „Herr P.“, und für ihn bin ich „Herr PJ“.

Jemanden als „Host“ (Englisch für „Gastgeber“) zu bezeichnen, müsste eigentlich bedeuten, dass ich in meiner Rolle als „Sprachbloggeur“ quasi der Gast von Dienst bin. Andererseits gäbe es ohne mich keinen Sprachbloggeur. Insofern ist der „Gast“ in diesem Fall mehr als nur ein Gast. Außerdem: Wäre ich hier der Gast und er der Gastgeber, würde das bedeuten, dass ich ein schlechter Gast bin. Sie wissen, was man über Gäste und Fische am 3. Tag sagt.

Erst die Sprache der Tiere, und dann die Unsprache von Menschen

Sind Sie mal einer Klapperschlange begegnet? Damit meine ich kein Reptil im übertragenen Sinn – davon gibt es jede Menge –, sondern ein echtes.

Ich jedenfalls schon, aber leider – ja leider! – hat sie mich nicht drohend angerasselt, was sicherlich sehr dramatisch gewesen wäre. Wir, d.h. die Klapperschlange und ich, trafen aufeinander in den Santa Ynez Bergen bei Santa Barbara, Kalifornien. Es war lange her. So überraschend war die Begegnung – für uns beide –, dass die Schlange keine Zeit hatte, eine klassische Drohstellung einzunehmen. Sie nahm mich wahr und machte sich wie eine nervöse Sinuskurve aus dem Staub.

Darf ich vorstellen: Tuyetsmest – meinen Spammer!

Sprachbloggeur: Danke, dass Sie heute ein bisschen Zeit genommen haben, um mit uns zu reden. Ich bin überzeugt, dass Sie unter Zeitdruck stehen. Wenn ich bedenke, dass ich täglich ca. 1000 Spamkommentare bekomme, bei denen Ihr Name als Absender vielleicht zu 80% steht, so denke ich mir: Ich bin bestimmt nicht Ihr einziger Kunde. Oder?

Jugendwörter, Bots und dazu in eigener Sache

Sheesh! Immer häufiger frag ich mich, ob es noch etwas bringt, ,meine Glossen Woche für Woche aufs schier endlose Meer des WehWehWehs zu schicken. Fakt ist: Die Zeiten ändern sich, und ein Blog wie dieser wird immer mehr zu einem Exotikum, zu einem Nischenprodukt.

Dennoch: Dem auf dieser Seite eingebauten Zähler zufolge (nur ich sehe ihn), werden diese Glossen sehr rege angeklickt.

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