Sie befinden sich im kleinen Wortladen des Sprachbloggeurs. Klein aber längst ein Geheimtipp. Man nimmt die Reise in diesen abgelegenen Vorort der Stadt WehWehWeh gerne auf sich. Beim Sprachbloggeur kann man nie wissen, was es zu finden gibt. Denn hier biete ich ein buntes Allerlei. Es hängen zwar noch immer keine Bilder in meinem Laden. Brauche ich sie aber? Vielleicht später mal. Meine Archive aus früherer Zeit habe ich übrigens schon längst "importiert". Nur: Ich weiß nicht, wie ich sie sichtbar mache. HTML spreche ich noch immer viel zu stumperhaft. Vielleicht lerne ich diese Sprache noch. Seien Sie herzlich gegrüßt, lieber Gast: Be it ever so humble, there's no place like home. Ihr Sprachbloggeur, PJ Blumenthal: DEM WORT AUF DER SPUR

Viren und Priesterehe

Achtung, Hysteriker*Innen. Ich kenne jemanden, der im Januar bei Webasco war, als die chinesische Kollegin eine Schulung für Webasco-Mitarbeiter, äähm, Mitarbeitende, äähm, Mitarbeiter*Innen führte.

Bisher ist diese Person ohne Symptome, weder Fieber noch Husten, und das gleiche gilt für mich. Wahrscheinlich bleibt es dabei. Toitoitoi!

Doch dann hab ich gedacht: Vielleicht ist das Coronavirus auch über den Rechner ansteckend? Wer weiß? Ich meine: wie ein Computervirus…

Nicht schon wieder über die gendergerechte Sprache! Nein diesmal wird auch über die schöne B. erzählt

Heute ein paar hoffnungsvolle Worte für Ausländer – oder wie man in heute sagt: für AusländerInnen.

Hand aufs Herz: Welche Satz gefiele Ihnen besser, würden Sie ihm, z.B, in einem Roman oder in einem Gedicht begegnen:

eins) Heute ein paar hoffnungsvolle Worte für Ausländer

zwei) Heute ein paar hoffnungsvolle Worte für AusländerInnen.

Oder die folgenden Sätze – z.B., als Teil eines Dialogs in einem Liebesroman:

eins) Oh Magda, ich liebe dich mit meinem ganzen Herzen und mache für uns heute Abend ein Verlobungsfest. Es kommen alle unsere Freunde.

Hilfe! Ich habe „Jedem das seine“ in einem Buch geschrieben. Bin ich Nazi?

Über dieses Thema habe ich schon mal geschrieben.

Schaden tut’s aber nicht, es noch mal aufzugreifen. Man wiederholt sich eh nie. Es entsteht immer etwas Neues, wenn man ein Lied zum zweiten Mal singt.

Leider weiß ich nicht mehr, was der Anlass der ersten Veröffentlichung war.

Immerhin erinnere ich mich noch an die Aussage. Ich war (damals) der Meinung, es wäre an der Zeit, diesen verruchten Spruch endlich aus dem Giftkabinett zu holen, um es zu rehabilitieren.

O Google Dein YouTube!!

Googelt Google Google? Wenn ja, wird (er? es? sie?) auch diese Glosse zum Thema „Google“ gegoogelt haben.

Nein, heute kein tiefschürfender Traktat über Google als Datenkrake. Anyway, wer kann das? Nicht einmal Google! Dieser Betriebsmoloch hat sich längst in wirre Zuständigkeitsbereiche zerteilt, nennt sich pro forma „Alphabet“ (oder meine ich „Google“? muss ich mal googeln). Google weiß längst alles. Das sagen alle – außer vielleicht die Chinesen, die Iraner oder die RussInnen. Doch auch da bin ich mir nicht ganz sicher.

Psssst. IKEA hat den Kundendienst auf einem anderen Planeten ge“outsource“t

Hilfe! Die Menschen sind weg! Oder wenn sie doch da sind, dann nur in weiter Entfernung! Ich glaube, es hat etwas damit zu tun, dass wir jetzt in den 20er Jahren des jungen Jahrhunderts angekommen sind. Endlich sind wir in der Z u k u n f t gelandet!

Vielleicht muss ich all dies etwas deutlicher zum Ausdruck bringen.

Vor ein paar Jahren – da waren wir noch nicht in den 20er Jahren – habe ich beim Kundendienst der Süddeutschen Zeitung angerufen. Ich wollte nämlich zwecks Urlaub die Zustellung unterbrechen.

Ein Witz übers Taubenfüttern und noch einiges dazu

Kennen Sie den alten Witz? Ein Mann setzt sich auf eine Bank im Park, holt sich eine große Tüte hervor und fängt an, die Tauben zu füttern. Im Nu drängen sich die Tauben rege um ihn. Es herrscht bald ein Fressrausch. Feder fliegen, Tauben gurren in dissonantem Chor, Flügel flattern. Der Mann ist Mittelpunkt einer frenetischen Massenbewegung.

Plädoyer für eine achttägige (bzw., neun- oder zehntägige) Woche

An wen soll ich mich mit folgender Bitte wenden? An den Weihnachtsmann? An Santa Claus? Ans Christkind (sprich Jesus im Kinderalter)? An Mutti und Vati? Geht nicht, sie leben nicht mehr…

Ich möchte mich jedenfalls mit meiner Bitte an jemanden wenden, der für die Ausgabe von Geschenken zuständig ist.

Aber an wen wenden!? Denn das, was ich mir – und Ihnen – wünsche, erhält man nicht einmal bei Amazon oder Notebooksbilliger.

Brief an eine künftige Generation

Hallo Leser des Jahres 2069. Hier ein Gruß aus der Vergangenheit. Mag sein, dass unsere Wege mal kreuzten. Doch damals waren Sie sehr jung und ich sehr alt.

Upps! Hab ich „Leser“ geschrieben? Zu meiner Zeit haben viele Leute „LeserInnen“ anstatt „Leser“ geschrieben, um darauf hinzudeuten, dass sie nicht nur Männer, sondern auch Frauen ansprechen. Die althergebrachte kollektive Form „Leser“ galt als diskriminierend.

Sprachliches über mein Blatterl im Gau

FYI hatte ICH, der Sprachbloggeur, mal das siebt beste Blatterl im ganzen südbairischen Gau geschossen.

Ursprünglich hieß es sogar, dass ich das sechst beste Blatterl geschossen hatte, aber dann kam einer im letzten Augenblick daher und hat mich mikrometermäßig übertrumpft. So ist das Sportleben.

Da ich zur Zeit der Ehrenverleihung verreist war, hat unsere Schützenmeisterin den Preis stellvertretend für mich entgegengenommen.

MEME SEME HÄME – raus bist Du! (etc.)

Hab ich all dies nur erträumet?

Ich bilde mir ein, dass ich als Neuling in Deutschland vor endlosen Jahren Folgendes gehört habe: Enna menna mu, raus bist du.

Dieser Kinderspruch, um beim Spielen auszusortieren, hat mich damals sprachlich sehr interessiert, weil, ich aus meiner amer. Heimat etwas Verwandtes kannte:

„Eenie meenie miny mo (sprich ienie, mienie, meinie mo)
catch a tiger by his toe.
If he hollers let him go.
My mother said to pick this one.”

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