Sie befinden sich im kleinen Wortladen des Sprachbloggeurs. Klein aber längst ein Geheimtipp. Man nimmt die Reise in diesen abgelegenen Vorort der Stadt WehWehWeh gerne auf sich. Beim Sprachbloggeur kann man nie wissen, was es zu finden gibt. Denn hier biete ich ein buntes Allerlei. Es hängen zwar noch immer keine Bilder in meinem Laden. Brauche ich sie aber? Vielleicht später mal. Meine Archive aus früherer Zeit habe ich übrigens schon längst "importiert". Nur: Ich weiß nicht, wie ich sie sichtbar mache. HTML spreche ich noch immer viel zu stumperhaft. Vielleicht lerne ich diese Sprache noch. Seien Sie herzlich gegrüßt, lieber Gast: Be it ever so humble, there's no place like home. Ihr Sprachbloggeur, PJ Blumenthal: DEM WORT AUF DER SPUR

"Avatar" 3.0 (für Anfänger)

Eine theoretische Frage: Wenn Ihr Team gegen Gott und sein Team Volleyball spielt– ja, Sie haben richtig verstanden: Gott selbst ist dabei, sieht aus wie ein richtiger Mensch – würden Sie Gott (aus Gründen der Ehrfurcht, versteht sich) gewinnen lassen…auch wenn Sie die Chance hätten, ihm einen so intensiv hinzupfeffern, dass er zackbums! auf den göttlichen Hintern runterplumpsen würde?

Hier ist die Frage theoretisch, aber es gibt Menschen, die tatsächlich Volleyball mit und gegen Gott gespielt haben. Kein Witz.

Selfness! Selfness??!!

Ich kenne Matthias Horx nicht, bin aber überzeugt, dass er ein aufrichtiger Mensch ist. Ich bin heute auf seinen Namen gestoßen, weil ich vor ein paar Tagen auf eine mir neue von ihm erfundene Vokabel gestoßen bin: Selfness.
„Was soll es bedeuten?“ fragte ich meine Frau, die mir darauf aufmerksam gemacht hat.

„Es ist ein neues Angebot der Hotels…so was wie ‚wellness‘.“

„Ein dummes Wort“, sagte ich.

„Warum musst du immer alles schlechtmachen?“

„Und was soll es bedeuten?“ fragte ich.

Des Vorstandsvorsitzenden erster Tag in der Hölle

(Wir befinden uns in der Hölle, dort, wo die Seelen der Bonzen und Macher neben einem Schwimmbecken an Liegestühlen angekettet sind. Im Schwimmbecken ist aber kein Wasser, sondern ein Magmapfuhl, der Münzen und Geldscheine an die Oberfläche mit einem regen Blubbern befördert und hochsprudeln lässt. Einmal täglich werden die Bonzen und Macher losgekettet und müssen vom Dreimeterbrett ins Schwimmbecken springen. Ein Teufelchen erklärt dies in diesem Moment dem einstigen Vorstandsvorsitzenden eines großen Medienkonzerns …)

„Deep-Fake“-Technologie?

Zu Beginn ein geschmackloser Witz, ein sehr geschmackloser Witz sogar. Halten Sie es aus?

Gahh! Beinahe schäme ich mich ihn hier preiszugeben. Sie sehen: Ich kämpfe mit mir…Okay okay, aber nur dieses eine Mal und zwar aus guten Gründen…

Der Witz: Was haben die Saudi-Schlapphüte mit Jamal Khashoggi gemacht?

Die Antwort: Sie haben ihn…gehackt.

Aua! Tut mir leid. Geschmackloser kann kein Witz sein. Vielleicht wirkt er auf Englisch noch grausamer.

Meghan, Harry, Daniel K. etc. (Leitlinien für eine künftige Zeit)

Eins steht fest. Meghan und Harry bekommen ein Baby. Da freut sich das neugierige Herz, vor allem, weil man davon ausgehen kann, dass es sich hier nicht um fake news handelt.

Es freuen sich auch die Medien: ob print oder digital. Denn sie können die Geschichte bis zum letzten Tropfen Klatschinteresse ausquetschen.

„Meghan kaschiert ihren Babybauch“ – oder so ähnlich hieß es auf dem Extrablatt am Zeitungsverkaufskasten. Ach, süüüßß: Schöne Bilder vom glücklichen, jungen Ehepaar, beide im Heldenalter wie Mars und Venus.

Das letzte Wort über Schmackes – Beispiel Kashoggi

Keine Ahnung, wie er hieß oder wann er lebte. Doch eines Tages war er mächtig böse auf jemanden. Auf wen? Seine Kinder? Seine Frau? Seine Knechte? Vielleicht seine Tiere?

Oder vielleicht war nicht er, sondern sie mächtig ungehalten! Wer weiß?

Jedenfalls er – oder sie – brüllte mit einem Mal: „Jetzt kriegst du Schmackes!“ (Hat es in den letzten Augenblicken im Leben des verschollenen Saudi Journalisten Jamal Kashoggi auch so erschollen?).

Heißer Lesetipp: "Alpha Deus" von Wolfgang Chr. Goede!

„Selbstverlag, ich wollte es testen und hatte keine Lust, bei den Agenten und Verlagen zu antichambrieren. So ist man motivierter…“

Ein Zitat von Wolfgang Chr. Goede…

Ein Dialog um den Missmut

Leser: Was ist mit Ihnen, Sprachbloggeur? Sie wirken so missmutig, so in sich gekehrt? Haben Sie uns nix Unterhaltsames zu erzählen?

Sprachbloggeur: Missmutig? Haben Sie „missmutig“ gesagt?

Leser: Jaaa…

Sprachbloggeur: Da fällt mir gerade zu diesem Wort etwas ein. Vor vielen Jahren – damals gab es weder PCs, Handys noch Digicameras – auch keine Amazon, Google etc. Damals brachte ich meine Filme in die Fotoabteilung von Hertie…

Leser: Entschuldigung, was ist Hertie?

Mein neues Phone/Phon/Fon…und eine sprachliche Meditation

Die letzten Wochen war ich oft in den Internetforen, die auf Handys spezialisiert sind.

Längst weiß jeder, dass „Handy“ kein Englisch ist. Im Englischen ist „Handy“ ausschließlich ein Adjektiv und bedeutet so etwas wie „praktisch“ (it’s a handy solution) und manchmal „fingerfertig“ (he’s very handy when it comes to fixing mobile phones). Noch ein Indiz, dass „Handy“ kein englisches Wort ist: die Form der Mehrzahl. Die müsste auf Englisch „handies“ lauten.

Teufelchen und Engelchen im Gespräch: Es geht um Ihre Zukunft

Teufelchen: Ich hab’s!

Engelchen: Das sagst du immer, und du hast es nie.

Teufelchen: Mach dich nicht über mich lustig. Überheblichkeit ist auch keine Tugend, mein lieber.

Engelchen: Ich mach mich nicht über dich lustig. Ich weiß bloß, dass du, wenn du „Ich hab’s!“ sagst, jedes Mal ins Schlittern kommst. Ich will dir nur helfen.

Teufelchen: Helfen?! Immer willst du helfen. Das ist deine große Schwäche. Denn zu helfen bist du wirklich unfähig. Das weißt du selber. Ich hingegen habe eine Idee, die wirklich nützt.

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