Sie befinden sich im kleinen Wortladen des Sprachbloggeurs. Klein aber längst ein Geheimtipp. Man nimmt die Reise in diesen abgelegenen Vorort der Stadt WehWehWeh gerne auf sich. Beim Sprachbloggeur kann man nie wissen, was es zu finden gibt. Denn hier biete ich ein buntes Allerlei. Es hängen zwar noch immer keine Bilder in meinem Laden. Brauche ich sie aber? Vielleicht später mal. Meine Archive aus früherer Zeit habe ich übrigens schon längst "importiert". Nur: Ich weiß nicht, wie ich sie sichtbar mache. HTML spreche ich noch immer viel zu stumperhaft. Vielleicht lerne ich diese Sprache noch. Seien Sie herzlich gegrüßt, lieber Gast: Be it ever so humble, there's no place like home. Ihr Sprachbloggeur, PJ Blumenthal: DEM WORT AUF DER SPUR

Fake views: Die Story hinter der Story

Vielleicht kennen Sie den Begriff „fake views“. Es reimt sich mit „fake news“ und beschreibt die Tätigkeit gewisser Firmen, die Sie – gegen Bezahlung – zu (u.a.) einem YouTube-Starauftritt verhelfen. Oder wenn aber nicht gerade zum Starrang Ihr Ranking wenigstens um einiges erhöht.

„Flüchtlinge“, „Migranten“ und wie sie alle heißen

Die liebe Alina (Gott hab sie selig) hat mir mal den Unterschied zwischen „fliehen“ und „flüchten“ erklärt, weil ich diese Begriffe ständig durcheinanderbrachte. Wenn ich „fliehen“ meinte, habe ich stets „flüchten“ geschrieben.

Alina kannte den Unterschied sehr wohl. Sie war nämlich selbst mal Flüchtling gewesen. Komisch, auf Deutsch kann man „Flüchtlingin“ nicht sagen (auch nicht „Gästin“). Erst recht gibt es keine „FlüchtlingInnen“.

Sind Sie ein Opfer? Dann sind Sie hier richtig!

Fangfrage: Was haben Opfer mit Junkies gemeinsam? Viel Zeit habe ich nicht, um auf Ihre Antwort zu warten. Die Lösung: Beide reduzieren ihre Probleme auf ein einziges Bedürfnis.

Im Fall von Junkies heißt dies: den Stoff (d.h. Heroin – notabene, ein illegales Rauschgift) zu besorgen.

Und den Opfern? Was (korrekter wäre „wessen“) bedürfen sie? Ganz einfach: Den Anderen alles in die Schuhe zu schieben, weil keiner mich (seufz) versteht oder akzeptiert (seufz seufz).

Algorithmen und Autismus…hmmm?

Man verliebt sich gern in Wörter, die schön klingen und benutzt sie mit Vergnügen, vor allem, wenn man weiß, andere werden einen deshalb als tollen Hecht (bzw. eine tolle Hechtin) würdigen.

Früher war, z.B., „Problematik“ ein solches Wort. Man ließ es genüsslich von der Zunge rollen, wenn man eigentlich „Problem“ meinte, was viel zu schnöde klang. (Ja, mei, das mit dem Karl-Hans ist für mich wirklich zu einer großen Problematik geworden).

Inzwischen weiß jeder den Unterschied.

Warum ist die Avocado weiblich? (aus einem Geheimdienstarchiv entwendet)

Kaum will ich hier anfangen, meldet sich Lenovo, die Firma, die meinen Rechner herstellt. Ein dringendes Update sei nötig, heißt es. Natürlich stimme ich zu. Und los geht’s.

Zehn Minuten sind vergangen. Ich weiß sehr wohl, was es bedeutet, wenn im Jahr 2018, der Hersteller eines Rechners, eines Phons, eines Tablets usw. das System „aktualisiert“.

Es bedeutet, dass meine Dateien, meine Einstellungen, meine Surfgewohnheiten von einem Geheimdienst – in diesem Fall von einem chinesischen – archiviert und gegebenenfalls inspiziert werden.

„Meme“ verstehen – endlich!

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, wenn Sie eine Fremdsprache lernen. Bei mir jedenfalls sitzen manche Wörter einfach nicht, egal wie ich sie büffele. Sie weigern sich, in mein Gedächtnis fixiert zu werden. Wie wenn man mit Sekundenkleber einen Henkel an eine Tasse anzubringen versucht, und er fällt trotzdem wieder ab.

Wörter sind zwar keine Henkel, doch manchmal brauchen auch sie einen besonderen Klebstoff, damit sie endlich im Gedächtnis haften.

„Hype“: das großartige Prequel

Heute, liebe Sprachinteressierte, reden wir über das spannende Wort „Hype“.

Das Wort interessiert mich brennend, weil ich es in letzter Zeit kaum vermeiden kann. Bin überall damit konfrontiert: im Gespräch, in den „Medien“, womit ich sowohl digital wie auch print meine. Auch im Traum.

Es handelt sich um ein „Fremdwort“. Darf man heute noch „Fremdwort“ sagen? Oder klingt das ein wenig wie „Lebensraum“ und „Einsatzkommando“?

Gestapo spielen mit Gary

Mein erster Deutschlehrer war mein Cousin Gary. Leider lebt er nicht mehr. Er hätte sich gefreut, dass ich über ihn schreibe.

Eigentlich hatte Gary kaum Deutschkenntnisse. Immerhin mehr als ich. Er konnte, zum Beispiel, „Achtung!“ sagen, wobei die Betonung auf der zweiten Silbe lag. Auch „Schweinehund!“ zählte zu seinen Lieblingswörtern der deutschen Sprache. Er sagte aber „Schweinhund!“ auch mit der Betonung auf der zweiten Silbe.

Gary hat mir auch das „Gestapospiel“ beigebracht. Sie kennen es wahrscheinlich nicht.

Streifzug durch die Geschichte Ihrer Bank

Fangfrage: Wie nennen Sie den Menschen, mit dem Sie über Ihr Depot konsultieren (falls Sie ein Depot haben)?

Es hat mir Mühe gekostet, obigen, sehr komplizierten Satz zu formulieren, damit ich die Antwort mit der Frage nicht gleich verrate.

Um Missverständnisse auszuräumen: Ich meine hier nicht den netten Menschen, mit dem Sie am Schalter Kontakt haben. Mit dem brauchen Sie keinen Termin zu vereinbaren.

Keinen Stress. Dies ist keine Prüfung, lediglich der Einstieg in einen sprachgeschichtlichen Exkurs.

Doch jetzt zur Sache.

Hier lernen Sie Englisch zu sprechen wie ein Native!

Heute Englischunterricht beim Sprachbloggeur!

Diesmal aber etwas besonders. Heute bringt Ihnen der Sprachbloggeurteam bei, wie man schnell eine gute Aussprache erreicht.

Notabene: Es handelt sich hier nur um die amerikanische Aussprache. Fürs Queen’s English sind wir beim Sprachbloggeur nicht zuständig. Sorry.

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