Sie befinden sich im kleinen Wortladen des Sprachbloggeurs. Klein aber längst ein Geheimtipp. Man nimmt die Reise in diesen abgelegenen Vorort der Stadt WehWehWeh gerne auf sich. Beim Sprachbloggeur kann man nie wissen, was es zu finden gibt. Denn hier biete ich ein buntes Allerlei. Es hängen zwar noch immer keine Bilder in meinem Laden. Brauche ich sie aber? Vielleicht später mal. Meine Archive aus früherer Zeit habe ich übrigens schon längst "importiert". Nur: Ich weiß nicht, wie ich sie sichtbar mache. HTML spreche ich noch immer viel zu stumperhaft. Vielleicht lerne ich diese Sprache noch. Seien Sie herzlich gegrüßt, lieber Gast: Be it ever so humble, there's no place like home. Ihr Sprachbloggeur, PJ Blumenthal: DEM WORT AUF DER SPUR

Warum ist die Avocado weiblich? (aus einem Geheimdienstarchiv entwendet)

Kaum will ich hier anfangen, meldet sich Lenovo, die Firma, die meinen Rechner herstellt. Ein dringendes Update sei nötig, heißt es. Natürlich stimme ich zu. Und los geht’s.

Zehn Minuten sind vergangen. Ich weiß sehr wohl, was es bedeutet, wenn im Jahr 2018, der Hersteller eines Rechners, eines Phons, eines Tablets usw. das System „aktualisiert“.

Es bedeutet, dass meine Dateien, meine Einstellungen, meine Surfgewohnheiten von einem Geheimdienst – in diesem Fall von einem chinesischen – archiviert und gegebenenfalls inspiziert werden.

„Meme“ verstehen – endlich!

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, wenn Sie eine Fremdsprache lernen. Bei mir jedenfalls sitzen manche Wörter einfach nicht, egal wie ich sie büffele. Sie weigern sich, in mein Gedächtnis fixiert zu werden. Wie wenn man mit Sekundenkleber einen Henkel an eine Tasse anzubringen versucht, und er fällt trotzdem wieder ab.

Wörter sind zwar keine Henkel, doch manchmal brauchen auch sie einen besonderen Klebstoff, damit sie endlich im Gedächtnis haften.

„Hype“: das großartige Prequel

Heute, liebe Sprachinteressierte, reden wir über das spannende Wort „Hype“.

Das Wort interessiert mich brennend, weil ich es in letzter Zeit kaum vermeiden kann. Bin überall damit konfrontiert: im Gespräch, in den „Medien“, womit ich sowohl digital wie auch print meine. Auch im Traum.

Es handelt sich um ein „Fremdwort“. Darf man heute noch „Fremdwort“ sagen? Oder klingt das ein wenig wie „Lebensraum“ und „Einsatzkommando“?

Gestapo spielen mit Gary

Mein erster Deutschlehrer war mein Cousin Gary. Leider lebt er nicht mehr. Er hätte sich gefreut, dass ich über ihn schreibe.

Eigentlich hatte Gary kaum Deutschkenntnisse. Immerhin mehr als ich. Er konnte, zum Beispiel, „Achtung!“ sagen, wobei die Betonung auf der zweiten Silbe lag. Auch „Schweinehund!“ zählte zu seinen Lieblingswörtern der deutschen Sprache. Er sagte aber „Schweinhund!“ auch mit der Betonung auf der zweiten Silbe.

Gary hat mir auch das „Gestapospiel“ beigebracht. Sie kennen es wahrscheinlich nicht.

Streifzug durch die Geschichte Ihrer Bank

Fangfrage: Wie nennen Sie den Menschen, mit dem Sie über Ihr Depot konsultieren (falls Sie ein Depot haben)?

Es hat mir Mühe gekostet, obigen, sehr komplizierten Satz zu formulieren, damit ich die Antwort mit der Frage nicht gleich verrate.

Um Missverständnisse auszuräumen: Ich meine hier nicht den netten Menschen, mit dem Sie am Schalter Kontakt haben. Mit dem brauchen Sie keinen Termin zu vereinbaren.

Keinen Stress. Dies ist keine Prüfung, lediglich der Einstieg in einen sprachgeschichtlichen Exkurs.

Doch jetzt zur Sache.

Hier lernen Sie Englisch zu sprechen wie ein Native!

Heute Englischunterricht beim Sprachbloggeur!

Diesmal aber etwas besonders. Heute bringt Ihnen der Sprachbloggeurteam bei, wie man schnell eine gute Aussprache erreicht.

Notabene: Es handelt sich hier nur um die amerikanische Aussprache. Fürs Queen’s English sind wir beim Sprachbloggeur nicht zuständig. Sorry.

Vogelschiss und andere zersetzende Erzeugnisse

Es ist lange her, dass Jimmy Carter Präsident der Vereinigten Staaten war. Manche (vor allem in Europa) waren damals mit seiner Wahl unglücklich, und sie lästerten. Da er aus der Landwirtschaft stammte und Erdnüsse anbaute, beschimpfte man ihn als „Erdnussfarmer“, als würde das bedeuten, er wäre unfähig, sein Land zu regieren.

Netter Trick. Mit einem einzigen Wort (manchmal sind es mehrere) kann etwas oder jemand entwertet werden.

Der Sprachbloggeur hilft Ihnen zu Ihrem Bestseller

Denken Sie dran mal ein Buch zu schreiben, genauer gesagt einen Knüller, über den jeder spricht? Dann sind Sie hier richtig!

Oder vielleicht haben Sie dieses Buch bereits geschrieben und sogar an die Verlage als Exposé mit Textprobe rumgereicht, um lediglich ein paar Absagen oder gar keine Antwort zu ernten.

Geben Sie aber nicht auf! Denn sollte es Ihnen gelingen, Ihr Buch doch groß rauszubringen, werden diejenigen, die es abgelehnt haben, Sack und Asche tragen. Umso mehr, wenn sie die tollen Kritiken lesen und die Verkaufszahlen bei Amazon begaffen.

Sprechen Sie „Entfristung“?

Es kommt nur selten vor, dass ich auf eine deutsche Vokabel treffe, die ich nicht kenne, zumal ich so lange in Deutschland bin, dass ich bestimmt mehrmals jedem Wort dieser Sprache mindestens einmal über die Lippen gebracht habe. Darüber hinaus lese ich beinahe täglich Spiegelonline und auch die Münchener Abendzeitung.

Dennoch habe ich neulich ein mir unbekanntes Wort entdeckt. Noch überraschender: Ich verstehe dessen Sinn immer noch nicht. Meine Frage: Was ist mit „Entfristung“ gemeint?

Vorsicht! Es kann jederzeit passieren…auch Ihnen!

In einem Augenblick ist alles plötzlich anders – und zwar auf ungute Art.

Auf dem Kuvert stand SEHR groß gedruckt das Wort „Fristsache“. Flüchtig las ich den Empfängernamen. Ach, Post für meinen Sohn. Sieht aus, als kommt es von der Bank.

Erst später wandte ich mich der Fristsache zu. Mein Sohn wohnt nämlich nicht bei uns, und ich kümmere mich um seine Post. So eine Fristsache von der Bank könnte etwas Wichtiges sein, dachte ich.

Wer sich auskennt, weiß schon, was jetzt kommt: Es war eine Zahlungsaufforderung von einer Inkassofirma.

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