Sie befinden sich im kleinen Wortladen des Sprachbloggeurs. Klein aber längst ein Geheimtipp. Man nimmt die Reise in diesen abgelegenen Vorort der Stadt WehWehWeh gerne auf sich. Beim Sprachbloggeur kann man nie wissen, was es zu finden gibt. Denn hier biete ich ein buntes Allerlei. Es hängen zwar noch immer keine Bilder in meinem Laden. Brauche ich sie aber? Vielleicht später mal. Meine Archive aus früherer Zeit habe ich übrigens schon längst "importiert". Nur: Ich weiß nicht, wie ich sie sichtbar mache. HTML spreche ich noch immer viel zu stumperhaft. Vielleicht lerne ich diese Sprache noch. Seien Sie herzlich gegrüßt, lieber Gast: Be it ever so humble, there's no place like home. Ihr Sprachbloggeur, PJ Blumenthal: DEM WORT AUF DER SPUR

Häppi Börssdäj tu ju

Ich gebe zu: „Herzliche Glückwünsche zum Geburtstag“ flattert nicht gerade wie flüssiger Honig über die Zunge. Auch „Alles Gute zum Geburtstag“ wird nie einen Preis für Wohlklang gewinnen.

Meinem Gefühl nach liegt das Problem an den vielen Kehllauten („G“ und „K“). Das dreimal „Z“ (einmal als „ts“ geschrieben) trägt auch nicht unbedingt dazu bei, aus diesem Glückwunsch eine wohlklingende Melodie zu erzeugen. „Alles Gute zum Geburtstag“ bringt keine Besserung. Leider.

„Face-plant“?

Zum Auftakt etwas für die Profis, d.h., für diejenigen, die mindestens ihre Habilitationsschrift im Fach Anglistik bzw. Amerikanistik hinter sich haben:

Es folgt ein Satz aus einem politischen Kommentar des amer. Ökonoms Paul Krugman. Ich habe nämlichen Text in der International New York Times vom 8. April 2017 aufgelesen.

Zitat:

„Repeal-and-replace didn’t face-plant because of poor tactics; it failed because Republicans have been lying about health care for eight years.“

Mein bad hair day

Hierzulande sträuben sich einem die Haare, oder die Haare stehen einem zu Berge. Man kann sich auch in die Haare kriegen. Einen Tag der schlechten Haare kennt man jedoch nicht.

Gehen Bärenhäuter huren und buben? (Gewiss!)

Sprachbloggeur: Gestern hab ich einen Fuchs beinahe geschossen.

Besserwisser: Entschuldigung, Herr Sprachbloggeur, schöner wäre eigentlich, „Gestern hab ich einen Fuchs beinahe erschossen. Und hoffentlich hatten Sie guten Grund, so etwas zu machen, z.B., dass er tollwütig war. Hoffentlich aber nicht, um ihm das Fell abzuziehen, sonst verpetze ich Sie bei PETA.

Sprachbloggeur: Aber bitte, ich bin doch kein Bärenhäuter.

Besserwisser: Aber womöglich ein „Fuchshäuter“. Haha.

Vorsicht: Komma! (Kann teuer werden)

Deutschland, du hast es besser…

Nein, dies ist nicht der Anfang einer patriotischen Hymne (doch warum nicht?), sondern lediglich eine Beobachtung über ein winzig kleines, kaum bedachtes und doch so wichtiges Zeichen, das man auf Deutsch „Strich“ (klingt wie ein verruchtes Geschäft, ist doch manchmal, s. unten) oder „Komma“ nennt.

Eins steht fest: Das deutsche Komma ist ordnungssüchtig, hält sich an sehr präzisen Regeln. Weshalb der Guru der deutschen Grammatik, der Schweizer, Dr. Bopp (canoonnet), guten Gewissens schreiben darf:

Sind Sie Nazi?

Ja, liebe Suchende, Sie sind hier richtig.

An dieser Stelle kann man prüfen, ob man waschechter Nazi ist.

Wie jeder weiß, wird dieses Thema immer aktueller. Im WehWehWeh ist längst ein Krieg der Verschwörungstheoretiker im Gange. Und nun spielt auch der türkische Präsident seine bescheidene Rolle, um den Argwohn noch weiter gedeihen zu lassen.

Die drei Handlungen – für Anfänger und Fortgeschrittene

Möchten Sie Schriftsteller werden?

Dann sind Sie bei mir richtig.

Hier erfahren Sie alles, was Sie wissen müssen, um eine solide Handlung zu schreiben. Ich sage es gleich: Es gibt auf der ganzen Welt nur drei Geschichten. Jawohl, Sie haben richtig gelesen: drei Geschichten, drei Handlungen also: eins, zwei, drei.

Diese lassen sich zwar gut miteinander vermengen, es sind aber nur drei. Jetzt zur Sache:

Crappers und Blockbusters

Mein Sohn war der Meinung, ich sollte vielleicht eine Glosse über Thomas Crapper schreiben. Ich war nicht so ganz überzeugt, zumal ein deutsches Publikum anders auf diesen Namen reagiert als ein angelsächsisches.

Über den Schnee von gestern und ähnliche Lawinen

Frau M., Chefin von Paradies, womit ich, wie immer, meinen Lieblingsobstundgemüseladen meine, hat mir einen Schneewitz erzählt.

Das war vor einer Woche, als der Schnee noch überall lag und ich täglich den Kiesel in die Wohnung mitschleppte, um besser die Böden zu zerkratzen.

Branding und Brandung

Der Name Alexander Kinglake ist Ihnen wahrscheinlich kein Begriff - kein „Brand-name“ also, Neudeutsch ausgedrückt.

1834 machte sich dieser abenteuerlustige junge Engländer aus gutem Haus mit seinem Freund Methley auf den Weg ins osmanische Reich und wanderte anderthalb Jahre durch die westliche Türkei, Syrien, das Heilige Land und Ägypten - damals allesamt osmanisches Territorium.

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