Sie befinden sich im kleinen Wortladen des Sprachbloggeurs. Klein aber längst ein Geheimtipp. Man nimmt die Reise in diesen abgelegenen Vorort der Stadt WehWehWeh gerne auf sich. Beim Sprachbloggeur kann man nie wissen, was es zu finden gibt. Denn hier biete ich ein buntes Allerlei. Es hängen zwar noch immer keine Bilder in meinem Laden. Brauche ich sie aber? Vielleicht später mal. Meine Archive aus früherer Zeit habe ich übrigens schon längst "importiert". Nur: Ich weiß nicht, wie ich sie sichtbar mache. HTML spreche ich noch immer viel zu stumperhaft. Vielleicht lerne ich diese Sprache noch. Seien Sie herzlich gegrüßt, lieber Gast: Be it ever so humble, there's no place like home. Ihr Sprachbloggeur, PJ Blumenthal: DEM WORT AUF DER SPUR

Warum mir das Kiefergelenk wehtut

Die Selbstdarstellung ist für den Schriftsteller wie der Striptease für die Reeperbahnkneipe: Es geht darum, die Hüllen fallen zu lassen.

Aus diesem Grund möchte ich von meinem Kiefergelenk erzählen.

Ich bin den Zahnärzten schon länger ein Ärgernis. Denn ich kann bei bestem Willen den Mund nicht weit aufmachen, ohne dass es mir wehtut. Leidensgenossen werden diesen Zustand sicherlich nachempfinden können.

Ist Sex eine Krankheit?

Sexpille für Frauen: Nein, danke. So ungefähr lautete neulich eine Schlagzeile in der International Herald Tribune (18. Juni). Im Ernst.

Normalerweise überspringe ich Storys über Sexpillen. Das kommt vor, wenn man älter wird. Man findet die langweiligen Gesprächsrunden im Fernsehen allemal interessanter als „Big Brother“.

Doch diese Überschrift hat mich neugierig gemacht, und ich habe den Text fast bis zum Schluss gelesen.

Der Sprachbloggeur ist amüsiert

Frau Merkel war nicht amüsiert.

Stört Sie dieser Satz? Ich habe ihn letzte Woche (womöglich leicht abgewandelt) in den ZDF-Nachrichten gehört.

Ich habe gleich geseufzt.

Warum war Frau Merkel nicht amüsiert? Ich weiß es nicht mehr. Wahrscheinlich spielten die Gurkentruppen, Wildsäue und Rumpelstilzchen der vergangenen politischen Polterwoche eine Rolle.

(Notabene: Über die Gurkentruppen, Wildsäue und Rumpelstilzchen habe ich hier nichts zu sagen außer Eins: Die Politik war schon immer ein fruchtbarer Schauplatz für das schöpferische Schimpfen).

Gauck oder ich?

Ich war letzte Woche drauf und dran, meine Kanditatur für das Amt des Bundespräsidenten zu verkünden. The more the merrier, sagen wir auf Englisch – in etwa aber nicht wörtlich: Je später der Abend, desto schöner die Gäste.

Glauben Sie mir, ich wäre der perfekte Kandidat gewesen. Vor allem, weil ich nicht so dünnhäutig bin wie mein Vorgänger. Wie hieß er denn wieder? Entschuldigung: Ich hatte schon immer ein schlechtes Namensgedächtnis.

Köhler, Lena (unsere Lena), Ballack, iPads und das unerbittliche Gesetz…

Eben habe ich erfahren, dass Horst Köhler, nachdem er ein feuchtfrohes Fest verlassen hatte, bei Rot über die Straße gefahren ist. Die Polizei hat ihn angehalten, und dann musste er in die Röhre pusten, und jetzt ist er sein Amt als Landesbischof los. Oder irgendwie ähnlich war das. Es handelte sich jedenfalls um ein Ehrenwort. Die Details vergisst man so schnell.

Der Sprachbloggeur erklärt – mittels anschaulicher Beispiele – den „Leerverkauf“

Bestimmt haben Sie schon vom sogenannten „Leerverkauf“ gehört. Der mache uns die Wirtschaft kaputt, heißt es. Heute erläutert Ihnen der Sprachbloggeur alles, was Sie darüber wissen müssen – und zwar in Form von hübschen, lehrreichen Beispielen.

Krieg der Euros – bald auch in Ihrem Kino

Zum Anfang der Schluss: Geld ist eine Illusion. So ungefähr sagte es Volker Looman, ein Finanzanalytiker am Wochenende in der FAZ. Sein Artikel hieß: „Angst vor Inflation und Verlust treibt die Anleger zur Verzweiflung.

Damit meinte er, dass Wert eine Illusion sei, vor allem, wenn man in einer Krise nach Sicherheit sucht.

Wirtschaft? Sicherheit? Ha!

Und jetzt zu den Zauberern. Das sind die Bazis, die momentan mit ihren Unkenrufen dem Euro schwer zu schaffen machen.

Adoptieren Sie einen „Captcha“-Boy! Noch heute!

Kennen Sie Ariful Islam Shaon? Nicht? Die Chancen sind gut, dass er Sie kennt. Er ist zwanzig Jahre alt und studiert an der Universität in Bangladesch. Was genau er studiert, weiß ich nicht – ich tippe auf Betriebswirtschaft.

Ariful spielt eine sehr wichtige Rolle bei der Gestaltung dieser Seite, also des „Sprachbloggeurs“. Verzeihung, er spielt eine wichtige Rolle bei der Gestaltung vieler Internet-Seiten.

Aber hier rede ich nur von mir:

Alles, was Sie über die Bigotterie wissen müssen

Fangen wir mit dem bemitleidenswerten Gordon Brown an. Falls Sie zufällig Außerirdischer sind und dies Ihr erster Besuch in Europa ist: Brown ist (noch) Premierminister von Großbritannien, einem Inselländchen ein bisschen westlich von Köln.

Aber zurück zu Mr. Brown. (Achtung, Englischlernende: Wir Amerikaner setzen nach der Abkürzung „Mr.“ stets einen Punkt, die Engländer tun das nicht. So kann man gleich erkennen, ob man es mit einem amerikanischen oder einem britischen Text zu tun hat. Außerdem ist die Aussprache unterschiedlich).

Erste Gedanken über die Informationsentropie (und die Lösung eines alten Rätsels)

Wie heißt eine Welt, in der alles absolut gleichwertig ist?

Wenn Sie meinen, die Antwort könnte „Paradies“ oder „Demokratie“ oder „Utopie“ lauten, dann irren Sie sich.

Die Welt, in der alles gleichwertig ist, heißt der Tod.

Stellen Sie sich drei Süppchen vor. Es sind die drei Süppchen aus dem „Goldilocks“-Märchen. Vielleicht kennen Sie dieses englische Märchen nicht.

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