Sie befinden sich im kleinen Wortladen des Sprachbloggeurs. Klein aber längst ein Geheimtipp. Man nimmt die Reise in diesen abgelegenen Vorort der Stadt WehWehWeh gerne auf sich. Beim Sprachbloggeur kann man nie wissen, was es zu finden gibt. Denn hier biete ich ein buntes Allerlei. Es hängen zwar noch immer keine Bilder in meinem Laden. Brauche ich sie aber? Vielleicht später mal. Meine Archive aus früherer Zeit habe ich übrigens schon längst "importiert". Nur: Ich weiß nicht, wie ich sie sichtbar mache. HTML spreche ich noch immer viel zu stumperhaft. Vielleicht lerne ich diese Sprache noch. Seien Sie herzlich gegrüßt, lieber Gast: Be it ever so humble, there's no place like home. Ihr Sprachbloggeur, PJ Blumenthal: DEM WORT AUF DER SPUR

Managerdeutsch für Anfänger

Während ich diesen Text auf meinem Klapprechner schreibe, tüftelt mein Sohn im anderen Raum. Er ist dabei meinen PC gründlich zu entstauben. Dann will er mir eine zweite Festplatte einbauen.

Mei, so schnell werden sie groß. Mir kommt es fast wie gestern vor, dass „Computer“ für ihn nur „Killerspiel“ bedeutete. Die Zeit rast dahin.

Ja, ich bekomme eine zweite Festplatte. Das passt gut . Denn heute hatte ich vor, über einen wichtigen Slogan aus den Chefetagen der Medien zu schreiben, einen Slogan, der ein bisschen einer zweiten Festplatte ähnelt: „expand your brand“.

Im Zeitalter der Finanzgrippe und der Schweinekrise

Gestern rief mich A. an. Sie ist 75 und geht einmal im Monat zum Altenklub ihrer Kirche. Die genaue Glaubensrichtung verrate ich nicht – macht ohnehin keinen Unterschied.

„Stell dir vor“, sagte sie. „Ich bin heute in den Altenklub gegangen, und man sagte mir, der Klub sei eingestellt.“

„Angst vor der Schweinegrippe?“ fragte ich.

„Nein. Man hat gesagt, auch die Kirche leide unter der Finanzkrise.“

Gleich habe ich an meine Bank gedacht. Denn auch sie leidet unter der Finanzkrise. Doch zunächst etwas Hintergrundmaterial:

Alle Sprachbloggeur sind Lügner

Wer kennt noch heute Epimenides?

Er lebte ca. 600 v.Chr. in Kreta, war Philosoph (wenn man damals dieses Wort überhaupt verwendete) und soll gesagt haben: „Alle Kreter sind Lügner“. Der Spruch wurde in der Antike zum Evergreen. Auch Paulus wetterte gegen die lügnerischen Kreter.

Nur: Möglicherweise haben wir es hier mit einem uralten Witz zu tun. Bedenken Sie: Man hat in der griechischen Antike nicht nur Tragödien, Epen und Kömödien geschrieben, Kriege geführt, geliebt, gegessen usw., man hat sich auch Witze erzählt. Ja, auch die Griechen waren nur Menschen.

Der Sprachbloggeur wird Schirmherr

Der Tod von Gidget bringt mich auf Gedanken.

Wahrscheinlich wissen Sie gar nicht, wer Gidget ist. Es würde mich überraschen, wenn es anders wäre.

Auch ich war ahnungslos, bis ich gestern in CNN die Todesannonce gelesen habe.

Über das Haar – heute ohne lahmende Wortspiele

Es gibt einiges über Haare zu erzählen.

Beispiel: Als ich 1975 nach Deutschland kam, erfuhr ich, dass das was auf meinem Kopf in der Sommerbrise sachte umeinanderwirbelte, „Haare“ heißt – notabene „Haare“ nicht „Haar“.

Eine ulkige Vorstellung für einen Englisch Muttersprachler. Im Englischen sind „hairs“ stets weniger an der Zahl als „hair“. „Hair“ ist auf Englisch ein Kollektivum, d.h., eine Sammelbezeichnung. Ein Wort steht für ungezählte Einzelteile – so wie das „Gebirge“ auf ungezählte Berge hinweist.

Von rauen Sitten und Pizzas

Vielleicht kennen Sie das Peter-Prinzip noch. Es war einmal der letzte Schrei.

Das Buch „The Peter Principle“ erschien 1969. Autor war, wie man schon ahnen kann, ein gewisser Mr. Peter.

Das Prinzip ist ganz einfach und hat bis heute nichts von seiner Gültigkeit verloren: Ich zitiere den Hauptlehrsatz: „In einer Hierarchie neigt jeder Beschäftigte dazu, bis zu seiner Stufe der Unfähigkeit aufzusteigen.“

Dem Fernseher fehlt die Pausetaste

Haben Sie gewusst, dass es vor 200.000 Jahren in Syrien Kamele gegeben hat, die zweimal so groß waren wie die heutigen? Das habe ich gestern im Internet erfahren.

Auch Menschen lebten damals in Syrien, so erfuhr ich an gleicher Stelle, und sie hatten Werkzeuge aus Feuerstein – oder war das rostfreier Stahl? Wenn ich schnell lese, verheddere ich mich manchmal in den Details.

Wie ich die Zeitung zu lieben lernte

Freund Rick war ein wilder Junge, und ich werde Ihnen hier nur die anständigsten Geschichten über ihn erzählen. Auch sie sind nicht ganz ohne.

Wer lernten uns in Santa Barbara kennen. Das war vor mehr Jahren als manche, die diese Zeilen gerade lesen, alt sind.

Brief an Michael Jackson im Neverland

Sehr geehrter Herr Jackson,

Lieber Michael (ja, man kann sich Dir so nahe, so intim fühlen),

im Namen der ganzen Industrie möchte ich mich für Ihr/Dein plötzliches Ableben herzlichst bedanken.

Ich meine dies keineswegs respektlos. Wir hätten es ebenso begrüßt, wenn Sie/Du noch viele Jahre weiter gedeihlich auf Erden geweilt hätt/en/est. Denn egal, was Sie (Du) macht/en/est, waren/warst Sie/Du ein Publikumsmagnet.

Hoffentlich das Letzte, was Sie über die "Illuminati" lesen müssen

Nach Jahrzehnten im „Geschäft“ stelle ich unentwegt fest: Ich bin kein Journalist. Das weiß ich, weil ich noch nie einen „Knüller“ „kassiert“ habe.

So ist es auch im vorliegenden Beitrag. Alle Kollegen sind mit dem hier zu erörternden Thema längst fertig. Ich fange erst damit an.

Jede Zeitschrift, jede Zeitungsredaktion hat schon seit Monaten gewusst, dass Dan Browns Thriller „Die Illuminati“ verfilmt wird. Ihre „Storys“ über „Illuminaten“ und sonstige Geheimorden erschienen also pünktlich zur Premiere des Films.

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