Sie befinden sich im kleinen Wortladen des Sprachbloggeurs. Klein aber längst ein Geheimtipp. Man nimmt die Reise in diesen abgelegenen Vorort der Stadt WehWehWeh gerne auf sich. Beim Sprachbloggeur kann man nie wissen, was es zu finden gibt. Denn hier biete ich ein buntes Allerlei. Es hängen zwar noch immer keine Bilder in meinem Laden. Brauche ich sie aber? Vielleicht später mal. Meine Archive aus früherer Zeit habe ich übrigens schon längst "importiert". Nur: Ich weiß nicht, wie ich sie sichtbar mache. HTML spreche ich noch immer viel zu stumperhaft. Vielleicht lerne ich diese Sprache noch. Seien Sie herzlich gegrüßt, lieber Gast: Be it ever so humble, there's no place like home. Ihr Sprachbloggeur, PJ Blumenthal: DEM WORT AUF DER SPUR

Der Sprachbloggeur wird Schirmherr

Der Tod von Gidget bringt mich auf Gedanken.

Wahrscheinlich wissen Sie gar nicht, wer Gidget ist. Es würde mich überraschen, wenn es anders wäre.

Auch ich war ahnungslos, bis ich gestern in CNN die Todesannonce gelesen habe.

Über das Haar – heute ohne lahmende Wortspiele

Es gibt einiges über Haare zu erzählen.

Beispiel: Als ich 1975 nach Deutschland kam, erfuhr ich, dass das was auf meinem Kopf in der Sommerbrise sachte umeinanderwirbelte, „Haare“ heißt – notabene „Haare“ nicht „Haar“.

Eine ulkige Vorstellung für einen Englisch Muttersprachler. Im Englischen sind „hairs“ stets weniger an der Zahl als „hair“. „Hair“ ist auf Englisch ein Kollektivum, d.h., eine Sammelbezeichnung. Ein Wort steht für ungezählte Einzelteile – so wie das „Gebirge“ auf ungezählte Berge hinweist.

Von rauen Sitten und Pizzas

Vielleicht kennen Sie das Peter-Prinzip noch. Es war einmal der letzte Schrei.

Das Buch „The Peter Principle“ erschien 1969. Autor war, wie man schon ahnen kann, ein gewisser Mr. Peter.

Das Prinzip ist ganz einfach und hat bis heute nichts von seiner Gültigkeit verloren: Ich zitiere den Hauptlehrsatz: „In einer Hierarchie neigt jeder Beschäftigte dazu, bis zu seiner Stufe der Unfähigkeit aufzusteigen.“

Dem Fernseher fehlt die Pausetaste

Haben Sie gewusst, dass es vor 200.000 Jahren in Syrien Kamele gegeben hat, die zweimal so groß waren wie die heutigen? Das habe ich gestern im Internet erfahren.

Auch Menschen lebten damals in Syrien, so erfuhr ich an gleicher Stelle, und sie hatten Werkzeuge aus Feuerstein – oder war das rostfreier Stahl? Wenn ich schnell lese, verheddere ich mich manchmal in den Details.

Wie ich die Zeitung zu lieben lernte

Freund Rick war ein wilder Junge, und ich werde Ihnen hier nur die anständigsten Geschichten über ihn erzählen. Auch sie sind nicht ganz ohne.

Wer lernten uns in Santa Barbara kennen. Das war vor mehr Jahren als manche, die diese Zeilen gerade lesen, alt sind.

Brief an Michael Jackson im Neverland

Sehr geehrter Herr Jackson,

Lieber Michael (ja, man kann sich Dir so nahe, so intim fühlen),

im Namen der ganzen Industrie möchte ich mich für Ihr/Dein plötzliches Ableben herzlichst bedanken.

Ich meine dies keineswegs respektlos. Wir hätten es ebenso begrüßt, wenn Sie/Du noch viele Jahre weiter gedeihlich auf Erden geweilt hätt/en/est. Denn egal, was Sie (Du) macht/en/est, waren/warst Sie/Du ein Publikumsmagnet.

Hoffentlich das Letzte, was Sie über die "Illuminati" lesen müssen

Nach Jahrzehnten im „Geschäft“ stelle ich unentwegt fest: Ich bin kein Journalist. Das weiß ich, weil ich noch nie einen „Knüller“ „kassiert“ habe.

So ist es auch im vorliegenden Beitrag. Alle Kollegen sind mit dem hier zu erörternden Thema längst fertig. Ich fange erst damit an.

Jede Zeitschrift, jede Zeitungsredaktion hat schon seit Monaten gewusst, dass Dan Browns Thriller „Die Illuminati“ verfilmt wird. Ihre „Storys“ über „Illuminaten“ und sonstige Geheimorden erschienen also pünktlich zur Premiere des Films.

Kommt Zeit, kommt Ratte: eine mutige Selbstentblößung

Mit obigem Titel verweise ich auf ein besonderes Problem des Fremdsprachlers – zumindest dieses Fremdsprachlers.

Bis auf den heutigen Tag muss ich stets achtgeben, dass ich gewisse deutsche Wörter einigermaßen richtig auszuspreche. Konkret: Ich habe häufig Schwierigkeiten, zwischen bestimmten langen und kurzen Vokalen zu unterscheiden. „Ratte“ und „Rat“, „Stadt“ und „Staat“, „ermannen“ und „ermahnen“.

Während Sie längst den Unterschied frohlockend automatisiert haben, muss ich, wenn ich solche Wörter über die Lippen bringe, jedes Mal eine bewusste Entscheidung treffen.

Was die Maus erzählte

Können Sie sich vorstellen, wie Ihnen die Welt erscheinen würde, wenn Ihre Netzhaut nicht in Ordnung wäre? Nein, das können Sie sich nicht vorstellen, wenn Sie es nie erlebt haben.

Hier also – im wahrsten Sinn des Wortes – ein Augenzeugenbericht:

Hier wird das Geheimnis des Ursprungs der Sprache gelüftet

Vorgestern abend war „Der Sprachbloggeur“ im Internet unerreichbar. Da der darauffolgende Tag den zwanzigsten Jahrestag der Niederschlagung der Studentenbewegung am Platz des himmlischen Friedens in Peking markierte, hätten Sie vielleicht denken können, dass die lange Hand der chinesischen Regierung den „Sprachbloggeur“ ausgeschaltet hatte, weil die Chinesen befürchteten, ich hätte die Absicht, etwas über den damaligen Protest zu veröffentlichen.

Wäre schon möglich, dass ich zu den unzähligen potenziellen Staatsfeinden gezählt werde.

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