Sie befinden sich im kleinen Wortladen des Sprachbloggeurs. Klein aber längst ein Geheimtipp. Man nimmt die Reise in diesen abgelegenen Vorort der Stadt WehWehWeh gerne auf sich. Beim Sprachbloggeur kann man nie wissen, was es zu finden gibt. Denn hier biete ich ein buntes Allerlei. Es hängen zwar noch immer keine Bilder in meinem Laden. Brauche ich sie aber? Vielleicht später mal. Meine Archive aus früherer Zeit habe ich übrigens schon längst "importiert". Nur: Ich weiß nicht, wie ich sie sichtbar mache. HTML spreche ich noch immer viel zu stumperhaft. Vielleicht lerne ich diese Sprache noch. Seien Sie herzlich gegrüßt, lieber Gast: Be it ever so humble, there's no place like home. Ihr Sprachbloggeur, PJ Blumenthal: DEM WORT AUF DER SPUR

Auch die Antisprache will etwas mitteilen

Habe ich Ihnen schon erzählt, dass ich manchmal mit den Toten rede?

Nein, keine große Kunst. Das kann jeder. Man darf es nur nicht mit dem Kopf machen. Wie soll ich es Ihnen erklären? Um mit den Toten zu reden, verwendet man die Hände oder die Rippen usw. als Sprachmodul. Der Kopf bleibt stets außen vor.

Zu Weihnachten schenke ich China tausend bunte Zungen!

Es weihnachtet, aber ich denke nur an Zungen.

In vielen Sprachen – z.B. im Englischen – bedeutet dieses Wort nicht nur das fleischige Organ im Mund, sondern „Sprache“ schlechthin. Das weiß doch jeder. Nur im Deutschen ist es anscheinend nicht so – außer vielleicht in Verbindungen wie „spitze“, „lose“, „böse“ usw. Zunge.

Mein Schicksal ist es in der Schwiegermuttersprache, also in der „German tongue“, zu schreiben, was für mich persönlich bedeutet: „englische Zunge“ ade. „Englische Zunge“. Klingt wie eine Krankheit oder vielleicht etwas aus dem Feinkostgeschäft.

Interview mit dem Spammerkönig

(Wir befinden uns im Büroraum einer sehr vornehmen Villa im südlichen Florida, USA.)

Spammerkönig (er sitzt hinter einem Schreibtisch so groß wie der Ammersee): Wie heißt er wieder, Wurm?

Wurm: Er nennt sich „Sprachbloggeur“ und trägt einen schwarzen Bodysuit und eine Maske.

Spammerkönig: Und was will der komische Kauz von mir?

Wurm: Er will Sie interviewen.

Warum sind "Arschgeigen" so teuer?

Kinder sind gerne derb.

Zahlenmystik für Aufgeklärte

Mein Freund Eric war Wahrsager. Eines Tages sagte er mir: „Ich heiße nicht mehr ‚Eric’. Ab jetzt schreibe ich mich ‚Erich’.“

„Warum?“ fragte ich.

„Das hat mit der Numerologie zu tun“, erklärte er. „Wenn ich meinen Namen ohne ‚h’ schreibe, stehe ich unter dem Einfluss von Saturn, und der ist sehr restriktiv. Mit ‚h’ bin ich ein Kind Jupiters, expansiv also, was auch gut für die Geschäfte ist.“

Achtung: Sie befinden sich in der Vorkriegszeit des 21. Jahrhunderts

„Nun, ich bin Lichtung auf die Post über "Sex" zu lesen, "Geld" und "Einsamkeit". Sie sind gut.“ So hat sich ein Leser vor einigen Tagen in einem Kommentar beim „Sprachbloggeur“ ausgedrückt.

Ich meinte spontan, es handelt sich um einen englischsprachigen Menschen, der radebrechend versucht, mir eine Botschaft auf Deutsch zu schreiben. Aber was soll das bedeuten, dieses „Nun, ich bin Lichtung auf die Post…“?

Hier exklusiv: Chefetagengeflüster!

Wir befinden uns in der obersten Etage eines renommierten Verlagshauses in Deutschland. Bitte erwarten Sie von mir nicht, dass ich hier irgendwelche Namen ausplaudere.

Was ich an dieser Stelle zu erzählen habe, ist – das werden Sie verstehen – streng vertraulich, und ich bitte daher um Ihre Diskretion.

Vorstandsvorsitzender: Was ist das für ein Lärm da draußen?

Adlatus: O Herr, es sind die Entlassenen. Jetzt drohen sie damit, das Haus zu stürmen und uns aus dem Fenster zu werfen.

Minarette für Anfänger

Am besten fangen wir einfach an.

Das Wort „Minarett“ fand seinen Weg in die europäischen Sprachen über das türkische „minare“, das wiederum aus dem arabischen „manare“ entlehnt wurde. Auf Arabisch bedeutet diese Vokabel „Leuchtturm“ und wird vom arabischen Wortstamm „nur“, „Licht“, abgeleitet.

Eine schöne Vorstellung, nicht wahr? Ein Turm, der (er)leuchtet. Was wünscht man sich sonst von einem Glauben?

Haben die Mayas die Finanzkrise vorhergesehen?

Danke, Roland Emmerich, danke für nichts!

Das würde ich im Jahr 2012, wenn ich Warenhausbesitzer oder Betreiber eines Internetversands wäre, dem Regisseur des neuen Weltuntergangsblockbusters „2012“ sagen.

Warum?

Geht die Welt am 21. Dezember 2012 tatsächlich unter, dann kann man in diesem Jahr die Weihnachtsgeschäfte ganz abschreiben. Wer will Geld für Geschenke ausgeben, wenn er weiß, dass die Bescherung in die Hose geht?

Auch Spammer sind (manchmal) nur Menschen

Rappelkopf hat mir gestern Folgendes geschrieben. Vielleicht haben Sie seine Bemerkungen schon gelesen: „Leider scheint auch Deine Seite Opfer von Spammern geworden zu sein. Es gibt inzwischen auch "Kommentatoren", die irgendeinen Semmel eintragen, nur damit sie dazwischen auch ihre Webseite verlinken können.“

Er spielte damit auf einige auf dieser Seite befindliche falsche „Leserzuschriften“ an.

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