Sie befinden sich im kleinen Wortladen des Sprachbloggeurs. Klein aber längst ein Geheimtipp. Man nimmt die Reise in diesen abgelegenen Vorort der Stadt WehWehWeh gerne auf sich. Beim Sprachbloggeur kann man nie wissen, was es zu finden gibt. Denn hier biete ich ein buntes Allerlei. Es hängen zwar noch immer keine Bilder in meinem Laden. Brauche ich sie aber? Vielleicht später mal. Meine Archive aus früherer Zeit habe ich übrigens schon längst "importiert". Nur: Ich weiß nicht, wie ich sie sichtbar mache. HTML spreche ich noch immer viel zu stumperhaft. Vielleicht lerne ich diese Sprache noch. Seien Sie herzlich gegrüßt, lieber Gast: Be it ever so humble, there's no place like home. Ihr Sprachbloggeur, PJ Blumenthal: DEM WORT AUF DER SPUR

Mein Kampf mit den alten Kisten (und Schachteln)

„Ich suche Eahna a Kisterl“, sagt Frau M.

Wir befinden uns im Paradies, heute schön herbstlich ausgestattet. (Nur Zufall, dass im Herbst auch das Obst und das Gemüse gelb und orange gefärbt sind?)

„Oder vielleicht ha’m Sie a Schachtel“, fragt die Kundin.

Kurz erstarre ich, was Frau M. auch registriert. Sie fragt sich: Was hat der Sprachbloggeur nunmal wieder?

Ludwig Reiners „Stilkunst“ – oder „Stehlkunst“?

Ich kannte den Namen Ludwig Reiners nicht.

Anders meine Frau. Als ich mit einem Exemplar seiner „Stilkunst“ nach Hause kam, jauchzte sie: „Ach! Ludwig Reiners’ ‚Stilkunst’.“

„Kennst du den?“

„Natürlich. Kennt jeder.“

Vorsicht! Datenschwundzone! (oder: Die Horrorwolke)

Hilfe! Ich bin in einer Wolke gefangen!

Augenblicklich könnte dieser Text verschwinden, wenn er nicht schon jetzt verschwunden ist. Paff! Und dennoch: Für den Fall, dass diese Worte doch noch sichtbar sind, hier meine dringliche Warnung vor der Wolke:

Grantelrede über die drei Fs

„Ich würde dir vorschlagen, am Schluss ein paar Fußnoten anzulegen. Kein Mensch kennt Beda heutzutage“, sagte Carl.

„Aber wozu haben wir denn Wikipedia? Jeder kann alles schnell nachschlagen.“

„Trotzdem.“

Ein Fragment aus einer Unterhaltung, die ich letzte Woche mit Freund Carl führte. Er war der Meinung, dass ich den Lesern meines neuen Lyrikzyklus, „The Caedmon Songs“ etwas Lesehilfe bieten müsste.

Nun zum endgültigen letzten Mal: das Verschwinden des Verschwindens!

Mit Hand auf Herzen verspreche ich, dass dies das letzte Mal ist, dass ich das leidige Thema „verschwinden in die/der Wolke“ bespreche. Denn nun habe ich das Problem endlich gelöst. Wirklich.

Werden Sie Augenzeuge! Jetzt gleich wird der Sprachbloggeur ein kniffliges Problem der deutschen Sprache meistern!

Das Thema ist schier unerschöpflich – jedenfalls mir. Für Muttersprachler hingegen gar kein Thema.

Ich werde es folgendermaßen formulieren: Ist „Waldjunge“ Ray im Wald oder in den Wald verschwunden?

He, Ray, bist du wirklich ein „Waldjunge“?

Als ich Sonntag nach den Stichwörtern „Ray“, „Berliner“ und „Waldjunge“ googelte, stieß ich auf ca. zehn Treffer. Ein mickriges Ergebnis. Gestern waren es schon das Dreifache.

Gedanken über das „Blickficken“

„He Mann, willst du mich blickficken oder was?“

So ähnlich war der Text, den meine Frau mir an einem gemütichen Sonntagnachmittag aus der Zeitung vorlas. „Kennst du diesen Ausdrück?“ fragte sie.

„Ob ich was kenne?“ Natürlich habe ich zunächst nur halb zugehört. Typisch Mann.

„‚Blickficken’. Hast du das Wort mal gehört?“

„Nein, noch nie. Aber ich kann mir was darunter vorstellen. Man zieht jemanden mit den Augen aus.“

„Das ist aber ein Schlägertyp, der es sagt, bevor er zuschlagen will.“

„Was liest du da?“

Sexistische Erinnerung mit Konsequenzen

Sexistische Erinnerung mit Konsequenzen

Ich verzeihe Ihnen, Frauenbuchhandlung, und erkläre mein Boykott offiziell für beendet.

Worum geht es?

Vor dreißig Jahren war ich auf der Suche nach passender Literatur für einen Artikel über Göttinnen. Damals gab es noch kein Internet. Wer ernsthaft Recherchen betrieb, machte es wie seine Vorfahren aus dem 18. Jahrhundert: Er ging entweder in die Bibliothek oder in eine Buchhandlung.

Darf man Witze über die Doomsday (sprich Weltuntergang)-Datei machen?

Ronald Reagan, Juri Andropow und Wojciech Jaruzelski stehen vor Gott. Andropow fragt: „Wann wird die Sowjetunion zugrunde gehen?“ Gott antwortet: „Keine Sorge. Bis dahin bist du lange tot.“ Nun fragt Reagan, wann Amerika untergehen werde. Gleiche Antwort: „Keine Sorge. Bis dahin bist du lange tot.“ Nun ist Jaruzelski dran. Er fragt: „Wann wird der Wohlstand in Polen einkehren?“ Gott antwortet: „Keine Ahnung. Bis dahin bin ich lange tot.“

Diesen alten Witz erzählte mir heute Freund E. während eines Telefongesprächs.

Seiten

Subscribe to Der Sprachbloggeur RSS