Sie befinden sich im kleinen Wortladen des Sprachbloggeurs. Klein aber längst ein Geheimtipp. Man nimmt die Reise in diesen abgelegenen Vorort der Stadt WehWehWeh gerne auf sich. Beim Sprachbloggeur kann man nie wissen, was es zu finden gibt. Denn hier biete ich ein buntes Allerlei. Es hängen zwar noch immer keine Bilder in meinem Laden. Brauche ich sie aber? Vielleicht später mal. Meine Archive aus früherer Zeit habe ich übrigens schon längst "importiert". Nur: Ich weiß nicht, wie ich sie sichtbar mache. HTML spreche ich noch immer viel zu stumperhaft. Vielleicht lerne ich diese Sprache noch. Seien Sie herzlich gegrüßt, lieber Gast: Be it ever so humble, there's no place like home. Ihr Sprachbloggeur, PJ Blumenthal: DEM WORT AUF DER SPUR

Fragen, für die ich keine Antworten finde

Dominque Strauss-Kahn, zum Beispiel.

Was passierte damals in Suite 2806…wirklich? Hat DSK das Zimmermädchen aus Guinea zum Sex – welcher Art auch immer – gedrängt, oder ist er in die Falle – welche Art auch immer – getreten? Ich habe keine Antwort auf diese Frage, und sie dürfen von mir keine erwarten.

Geschlechterverkehr in San Francisco – eine Erinnerung

„Ich bin völlig ratlos: Das mit mit dem ‚Der-die-das’ werde ich nie beherrschen. Es folgt keinem System, ist völlig unlogisch.“ Das sagte ich vor vielen Jahren meiner damaligen Lebensabschittspartnerin. Wir nennen sie Lena. Durch ihren Einfluss kam ich nach Deutschland. Das ist aber eine andere Geschichte und etwas länger. Wir fuhren – sie am Lenker – durch das „Presidio“, einen ehemaligen spanischen Militärstützpunkt, heute Nationalpark in San Francisco. Noch heute kann ich mich an die schönen Rasen und Bäume erinnern.

Die deutsche Sprache ist ausländerfeindlich!

Hilfe! Die deutsche Sprache hat mich in ein Kellerverlies eingesperrt. Nun bekomme ich nur Wortsalat zu essen.

Ja, und hinter einer Trennwand sind wohl andere Gefangene, und man hat ihnen Wortketten angelegt. Ich höre das Rasseln der Ketten, sehe aber niemanden. Es ist hier dunkel wie Druckerschwärze. Wortfetzen fliegen mir um die Ohren. Meistens sind es Endungen und Artikel – kommt mir jedenfalls so vor. Ich verstehe aber nichts davon.

Heute speckt der Vorstandsvorsitzende ab

Vorstandsvorsitzender: (Seine teuer beschuhten Füße liegen auf seinem großen Schreibtisch in seinem Büro oben auf der Chefetage) Wer sind Sie? Wie sind Sie in mein Büro gekommen?

Der Tod: Ich klopfe nie an.

Vorstandsvorsitzender: (richtet sich auf) Werden Sie nicht frech. Wissen Sie, wer ich bin?

Der Tod: Ja.

Vorstandsvorsitzender: Wurm! Wurm! Kommen Sie sofort! Holen Sie die Polizei!

Der Tod: Er kann nichts hören.

Pfingstpredigt für die cleveren Inseratenschleicher

Warum schlagen sich die Leute die Köpfe ein, liebe Inseratenschleicher? Ganz klar! Weil sie sich gegenseitig nicht verstehen.

Pfingsten, zum Beispiel. Das Wort ist eine Verballhornung des griechischen „Pentakoste“, zu Deutsch „Fünfzigste“, d.h., der fünfzigste Tag nach Ostern. Genauer gesagt, der fünfzigste Tag nach dem jüdischen Passachfest. Denn das Pfingstfest wurde von einem jüdischen und nicht von einem christlichen Fest abgeleitet, das in der Antike auf Griechisch „Pentakoste“ hieß. So steht es jedenfalls in der „Apostelgeschichte“.

Die Rache der Killertomaten etc.

„Boccaccio“? Heute muss man davon ausgehen, dass dieser Name den meisten Menschen nicht mehr geläufig ist. Man denkt vielleicht an eine putzige japanische Trickfilmfigur. Oder man tippt auf ein italienisches Kartenspiel oder eine Salatart der nouvelle cuisine. (Zum Thema Salat komme ich unten noch einmal zurück).

Stellen Sie sich vor: Es ist Weltuntergang und keiner geht hin

Als die Welt am 21. Mai wider Erwarten nicht zu Ende ging, habe ich gedacht: Kein Wunder. Wie sollte das in einer globalisierten Welt überhaupt funktionieren?

Ich hatte nämlich irgendwo gelesen, dass es um 17.30 in Kalifornien losgehen sollte. Das hat mich gleich stutzig gemacht. Denn um diese Zeit wäre in Mitteleuropa schon der 22. Mai. Und in China wäre man längst dabei, den Geschäften nachzugehen und die Regimekritiker niederzuknüppeln.

Irgendwie ist der Wurm drin, sagte ich mir.

Geheimwaffe gegen Spammer: Friede, Freude, Eierkuchen

Wäre es nicht schön, wenn wir alle nett zueinander wären und kein Mensch mehr über Krieg redete nur noch über den Frieden?

Im Paradies habe ich jemanden kennengelernt, der nach dieser Devise zu leben scheint.

Sie wissen vielleicht schon: „Paradies“ ist der Name meines Lieblingsobstundgemüseladens. (Oder sagt man: „Lieblingsobst- und Gemüseladen? Das nur nebenbei gefragt).

Gunter Sachs und ich reden über den „wuss“

Kaum blitzte das Schwarz-Weiß Foto des alten „Lebemanns“ über den Bildschirm, schon habe ich den Sinn des Ikons begriffen. „Gunter Sachs ist tot“ sagte die Nachrichtensprecherin mit einer gewissen Pietät. Das ist immer der Tonfall im Fernsehen, wenn ein „Prominenter“ von der Bühne abtritt.

Die wahre Geschichte vom Tode Osama bin Ladens: ein Sprachbloggeur-Exklusiv

Bevor ich meine Kenntnisse über den Tod Osama bin Ladens preisgebe, muss ich unbedingt die englische Vokabel „to upstage“ erklären. Man übersetzt dieses Zeitwort am schönsten mit „jemandem die Schau stehlen“.

Dieser Begriff hat seinen Ursprung im englischsprachigen Theaterjargon. Die Bühne („stage“) wird nämlich in Quadranten eingeteilt: „downstage“ (Richtung Publikum), „upstage“ (nach hinten) „stage left“ und „stage right“.

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