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Hier lernen Sie Englisch zu sprechen wie ein Native!

Heute Englischunterricht beim Sprachbloggeur!

Diesmal aber etwas besonders. Heute bringt Ihnen der Sprachbloggeurteam bei, wie man schnell eine gute Aussprache erreicht.

Notabene: Es handelt sich hier nur um die amerikanische Aussprache. Fürs Queen’s English sind wir beim Sprachbloggeur nicht zuständig. Sorry.

Die gute Nachricht vorab: Ums Amerikanische überzeugend zu speaken, brauchen Sie nur eine einzige Regel zu beherzigen. Ich setze freilich voraus, dass ihre Kenntnisse meiner Muttersprache sonst so weit sind, dass Sie ebenso viele Fehler machen wie ich. Wie aber gesagt: Es geht um eine einzige Regel!

Wissen Sie zufällig, wie Amerikaner die deutsche Sprache beschreiben? Sie behaupten, dass sie kehlig („guttural“) klingt, so als würden Deutsche beim Reden gurgeln. Wenn Amerikaner diese Fremdsprache nachahmen – auch wer da keine Kenntnisse (was für die meisten zutrifft) hat – der reiht endlose Kehllaute aneinander. Etwa: „Cha b’cha chu ach che lach lech chatsch. Achtung!“ So klingt Deutsch in den Ohren eines Amerikaners.

Wenn Sie meinen, dass das gemein und ignorant anmutet, denken Sie nur daran, was Deutsche übers Amerikanische sagen. „Die reden, als würden sie Kaugummi im Mund haben!“ Und dann spricht man eine Silbenreihe aus, die sich ungefähr folgendermaßen anhört: „Rrrrrörr börrrr föörrr, görrr mörrrr, yes!“ Notabene: Das „R“ in diesem Beispiel wird von Sprachwissenschaftlern als „alveolar“ bezeichnet, ein Laut, den es im Deutschen gar nicht gibt und der erinnert an einen Harley, wenn er an der Ampel steht, oder ans Knurren eines skeptischen Hundes.

Nebenbei: Das „Alveolar-R“ ist eine avis rara (seltener Vogel) im phonologischen Repertoire. Ich kenn es sonst nur in manchen niederländischen Dialekten, im Gälischen und im Mandarin-Dialekt des Chinesischen.

So sieht es mit den Vorurteilen aus. Tatsache ist aber: Deutsche, die meinen, dass der Ami klingt wie einer, der seinen Mund voller Kaugummi hat und Amerikaner, die meinen, Deutsche reden „guttural“, also „kehlig“, irren beide.

Der beidseitige irrige Eindruck entsteht jedoch aus einem sehr logischen Grund.

Und damit kommen wir endlich zum Knacklaut.

Dieser im Deutschen stark vertretene Laut wird komischerweise nicht einmal durch einen eigenen Buchstaben dargestellt, und trotzdem ist er die Ursache dafür, dass Amerikaner meinen, dass sich Deutsch „guttural“ anhört und Deutsche, lästern, dass Amerikaner reden, als würden sie den Mund voll haben.

(Noch eine Beigabe: Im Arabischen kommt der Knacklaut eher auf seine Kosten und erhält ein eigenes Schriftzeichen, das man „hamsa“ nennt. Im Hebräischen dient der Buchstabe „alef“ dem gleichen Zweck).

Wo findet man diesen Knacklaut? (Sprachwissenschaftler sagen „Schwa“). Er steht im Deutschen unmittelbar vor jedem anlautenden Vokal. Wir werden es hier zur Veranschaulichung mit einem "*" darstellen: *Apfel, *er*innern. Hören Sie den „Knack“? Dank diesem "*" hört man im Deutschen überall Wortgrenzen. Deutsch klingt nicht „guttural“. Es macht sprachrhythmisch ein „tak tak tak tak…“ wie ein trabendes Pferd.

Im Englischen ist alles anders. Der Knacklaut fehlt fast immer (außer einer redet mit einem Idioten oder einem Ausländer). Wenn ein Deutscher “an apple“ sagt, hört man sofort ein „*an *apple“. *Er wird gleich *als Nichtmuttersprachler ge*outet. Der Amerikaner hingegen nuschelt etwas dahin, das für deutsche Ohren wie „na-pell“ klingt. „*An *apple *a day keeps the doctor *away“ mutiert für den amer. Muttersprachler zu „na-pallad day keepsa-do-kterra-way“.

Englische Sätze klingen für jemanden, der nur die Schriftsprache kennt, wie Leiber ohne ein Gerippe. „If you want to go“ wird zu „ffya-wanna-go“.

Ja, liebe Lesende. Das ist das Prinzip. Üben Sie fleißig. Bald klingen Sie so unpräzise wie ich.

Genug des Sprachunterrichts für heute.

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