Sie befinden sich im kleinen Wortladen des Sprachbloggeurs. Klein aber längst ein Geheimtipp. Man nimmt die Reise in diesen abgelegenen Vorort der Stadt WehWehWeh gerne auf sich. Beim Sprachbloggeur kann man nie wissen, was es zu finden gibt. Denn hier biete ich ein buntes Allerlei. Es hängen zwar noch immer keine Bilder in meinem Laden. Brauche ich sie aber? Vielleicht später mal. Meine Archive aus früherer Zeit habe ich übrigens schon längst "importiert". Nur: Ich weiß nicht, wie ich sie sichtbar mache. HTML spreche ich noch immer viel zu stumperhaft. Vielleicht lerne ich diese Sprache noch. Seien Sie herzlich gegrüßt, lieber Gast: Be it ever so humble, there's no place like home. Ihr Sprachbloggeur, PJ Blumenthal: DEM WORT AUF DER SPUR

Meine Reise in die Zukunft

Hilfe! Wie soll ich jemals auf dem Teppich bleiben, wenn mir ständig schräge Gedanken im Kopf schwirren?

Ganz plötzlich will ich folgende Frage stellen:

Wissen Sie, was Sie im Januar 3016 machen werden? Vielleicht ist die Frage aber nicht so dumm. Zur Erklärung:

"Allah" in Malaysia

Meine Theorie: Fünfundneunzig Prozent aller Probleme werden durch Langeweile verursacht. Die restlichen fünf Prozent durch Dummheit.

Ich komme auf diese Idee, nachdem ich seit Tagen eine erstaunliche Geschichte verfolge, die aber leider nur sehr sporadisch in den deutschen Medien Aufnahme gefunden hat. Ich glaube nicht, dass man hier schweigen soll.

Wofür ich dankbar bin (gefolgt von ein paar geheimnisvollen Versen)

Kaum ist 2009 zu Ende gegangen, und schon suchen alle Wortschmiede dieser Welt nach einem passenden Namen fürs erste Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts.

Die Possenreißer unter den amerikanischen Journalisten haben sich geschwind auf die „naughties“ geeinigt. „Naught“ bedeutet auf Englisch „Null“– ist übrigens mit dem deutschen „nicht“ sprachverwandt. In der Mehrzahl aber denkt man an „naughty“, also „ungezogen“, „unartig“. Und so war das vergangene Jahrzehnt allemal.

Auch die Antisprache will etwas mitteilen

Habe ich Ihnen schon erzählt, dass ich manchmal mit den Toten rede?

Nein, keine große Kunst. Das kann jeder. Man darf es nur nicht mit dem Kopf machen. Wie soll ich es Ihnen erklären? Um mit den Toten zu reden, verwendet man die Hände oder die Rippen usw. als Sprachmodul. Der Kopf bleibt stets außen vor.

Zu Weihnachten schenke ich China tausend bunte Zungen!

Es weihnachtet, aber ich denke nur an Zungen.

In vielen Sprachen – z.B. im Englischen – bedeutet dieses Wort nicht nur das fleischige Organ im Mund, sondern „Sprache“ schlechthin. Das weiß doch jeder. Nur im Deutschen ist es anscheinend nicht so – außer vielleicht in Verbindungen wie „spitze“, „lose“, „böse“ usw. Zunge.

Mein Schicksal ist es in der Schwiegermuttersprache, also in der „German tongue“, zu schreiben, was für mich persönlich bedeutet: „englische Zunge“ ade. „Englische Zunge“. Klingt wie eine Krankheit oder vielleicht etwas aus dem Feinkostgeschäft.

Interview mit dem Spammerkönig

(Wir befinden uns im Büroraum einer sehr vornehmen Villa im südlichen Florida, USA.)

Spammerkönig (er sitzt hinter einem Schreibtisch so groß wie der Ammersee): Wie heißt er wieder, Wurm?

Wurm: Er nennt sich „Sprachbloggeur“ und trägt einen schwarzen Bodysuit und eine Maske.

Spammerkönig: Und was will der komische Kauz von mir?

Wurm: Er will Sie interviewen.

Warum sind "Arschgeigen" so teuer?

Kinder sind gerne derb.

Zahlenmystik für Aufgeklärte

Mein Freund Eric war Wahrsager. Eines Tages sagte er mir: „Ich heiße nicht mehr ‚Eric’. Ab jetzt schreibe ich mich ‚Erich’.“

„Warum?“ fragte ich.

„Das hat mit der Numerologie zu tun“, erklärte er. „Wenn ich meinen Namen ohne ‚h’ schreibe, stehe ich unter dem Einfluss von Saturn, und der ist sehr restriktiv. Mit ‚h’ bin ich ein Kind Jupiters, expansiv also, was auch gut für die Geschäfte ist.“

Achtung: Sie befinden sich in der Vorkriegszeit des 21. Jahrhunderts

„Nun, ich bin Lichtung auf die Post über "Sex" zu lesen, "Geld" und "Einsamkeit". Sie sind gut.“ So hat sich ein Leser vor einigen Tagen in einem Kommentar beim „Sprachbloggeur“ ausgedrückt.

Ich meinte spontan, es handelt sich um einen englischsprachigen Menschen, der radebrechend versucht, mir eine Botschaft auf Deutsch zu schreiben. Aber was soll das bedeuten, dieses „Nun, ich bin Lichtung auf die Post…“?

Hier exklusiv: Chefetagengeflüster!

Wir befinden uns in der obersten Etage eines renommierten Verlagshauses in Deutschland. Bitte erwarten Sie von mir nicht, dass ich hier irgendwelche Namen ausplaudere.

Was ich an dieser Stelle zu erzählen habe, ist – das werden Sie verstehen – streng vertraulich, und ich bitte daher um Ihre Diskretion.

Vorstandsvorsitzender: Was ist das für ein Lärm da draußen?

Adlatus: O Herr, es sind die Entlassenen. Jetzt drohen sie damit, das Haus zu stürmen und uns aus dem Fenster zu werfen.

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