Sie befinden sich im kleinen Wortladen des Sprachbloggeurs. Klein aber längst ein Geheimtipp. Man nimmt die Reise in diesen abgelegenen Vorort der Stadt WehWehWeh gerne auf sich. Beim Sprachbloggeur kann man nie wissen, was es zu finden gibt. Denn hier biete ich ein buntes Allerlei. Es hängen zwar noch immer keine Bilder in meinem Laden. Brauche ich sie aber? Vielleicht später mal. Meine Archive aus früherer Zeit habe ich übrigens schon längst "importiert". Nur: Ich weiß nicht, wie ich sie sichtbar mache. HTML spreche ich noch immer viel zu stumperhaft. Vielleicht lerne ich diese Sprache noch. Seien Sie herzlich gegrüßt, lieber Gast: Be it ever so humble, there's no place like home. Ihr Sprachbloggeur, PJ Blumenthal: DEM WORT AUF DER SPUR

Achtung: „Slop“. Jetzt wird‘s ernst! Und wie!

Bin ich oder bin ich nicht Autor dieser Glosse?

Antwort: Kommt darauf an, was Sie mit „ich“ meinen.

Ich meine: Sind Sie sicher, liebe Lesierende, dass „ich“ es bin, also der Sprachbloggeur, der diesen Text schreibt? Oder ist es… lediglich „ich“ gewesen?
Noch einmal: Kann es vielleicht der Fall sein, dass „ich“ ja…ähmmm…nicht „ich“, sondern ein Avatar ist?

Sie wissen vielleicht…wahrscheinlich besser als ich…was mit dem Begriff „Avatar“ gemeint ist…oder?

Sch*ße, f**king sh*t usw.

Ihnen eine Herausforderung:

Zählen Sie die Schweinereien auf, die Ihnen – sagen wir – innerhalb dreißig Minuten Medienlektüre über den Weg kommen. Wie viele sind das?

Antwort: Mehr denn je.

Mit Medien meine ich natürlich Print und Internet. Allein auf YouTube-Vorschaubildern ist die Menge ziemlich hoch. Spiegel-Online Überschriften sind ebenfalls wenig zurückhaltend. Auch altgediegene Blätter wie die New York Times scheuen sich nicht mehr davor.

Ist Greta schwanger?

„Weißt du“, sagte ich Freund M., „Greta ist schwanger.“

Ich gehe davon aus, liebe Leser, dass Sie wissen, von welcher Greta hier die Rede ist. Eigenartig, aber es leben gelegentlich auf diesem Planeten ausgewählte Menschen, die man kennt, auch wenn sie lediglich mit Vornamen identifiziert werden. Z.B.: „Adolf“, „Mick“, „Donald“, „Angela“, „Taylor“ (upps! beinahe hatte ich diesen Namen schon vergessen)…und eben auch „Greta“.

„Woher weißt du das?“, fragte Freund M. neugierig – und wohl sehr interessiert.

„Ich habe es in der New York Times gelesen.“

Wutköder, Andy Warhol, etc.

Raten Sie: Wie viele YouTube-Videos werden jährlich veröffentlicht? Vielleicht wissen Sie es schon. Ich hab’s nicht gewusst.

Mein Sohn war zu Besuch und hat mir dieses Faktoid nachgeschlagen. Natürlich via Google, Anbieter und Besitzer von YouTube.

Die Antwort lautet 900.000.000. In Wörtern Neunhundertmillionen. Das heißt: Die Influencer, die Musiker, die Schrägen, die Tiervideo- und medizinischen-Grausamkeiten-Produzenten, die Propagandalügner – auch wenn ihre Erzeugnisse Zehnmillion mal begafft werden, machen nur eine kleine Kerbe in der Gesamtzahl aus.

„Gooning snowflakes“: Zu diesem wichtigen Thema gäbe es einiges zu sagen…

Man könnte ein wichtiges gesellschaftliches Problem mit zwei Wörtern – englische Wörter (wie so oft) – charakterisieren: „snowflake“ und „gooning“.

Das eine Wort, “Snowflake”, lässt sich ins Deutsch leicht übersetzen: „Schneeflocken“.

Das andere ist schwieriger. Wörtlich bedeutet „goon“ auf Englisch „Schwachkopf“ oder „Trottel“.

Ursprünglich wurde diese Vokabel als adjektiv, „gooney“, verwendet. Hinweise dafür reichen bis ins 16. Jahrhundert zurück. Damals schrieb man „gony“. Erst im 20. Jahrhundert kam die Stunde des „goon“.

Six seven (bzw. sechs sieben)…und deine Schwester?…

Verdammt! Hab ich doch vergessen! Stehen wir noch immer im Einflussbereich der „GenZ“, oder ist diese Generation schon ergraut – auch
jugendsprachenmäßig? Vielleicht sind es bereits die Geburtsjahre der GenAlpha oder der GenBeta, die von den Medien mit speichelnder Miene der Auflage zuliebe angebiedert werden.

Ja, kaum macht man seine Runde ums Karree, und schon haben sich die Verhältnisse wieder geändert.

Würde ich diese Frage der vorherrschenden Jugendgeneration stellen, bekäme ich die Antwort: „Tja, Herr Sprachbloggeur, six seven.“

Sprechen Sie Pornographisch?

Haben Sie gewusst, dass Pornographisch eine Sprache ist? Klar, es ist nicht so differenziert oder kompliziert wie Deutsch oder Tschetschenisch usw. Doch immerhin eine Sprache.

Gewissermaßen ist sie mit der Sprache der Tiere verwandt – aber nicht ausschließlich.

Da ich mir in letzter Zeit immer wieder Tiervideos in YouTube anschaue, habe ich einiges über die Tiersprache gelernt. Dieser Wortschatz ist zwar nicht allzu umfangreich. Für all das, was ein Tier zu sagen hat, genügt es aber. Etwa: „ich habe Angst“, „ich bin neugierig“, „ich mag diese Situation nicht“, „soll ich’s wagen?“ usw.

Logisch nicht mythologisch: Schornsteinfeger gesucht!

Wenn Sie in der Lage sind, diesen Text zu lesen, dann könnten auch Sie Schornsteinfeger werden! Im Ernst.

Neulich habe ich Folgendes über zwei Ecken erfahren: Der Chef einer Schornsteinfegerfirma bemerkte mit Entsetzen, dass er noch nie so erbärmliche Ergebnisse für die Meisterprüfung gesehen habe wie in diesem Jahr.

Die zu Prüfenden wären kaum in der Lage, korrekte deutsche Sätze zu schreiben – geschweige denn Wörter richtig zu buchstabieren.

Charlie K. und Tyler R. – alles, was Sie (leider) wissen müssen

Falls Sie nicht gerade vom Urlaub auf dem Mars zurückgekehrt sind (sind Sie dort übrigens Elon Musk begegnet – oder ein paar toten Astronauten?) dann haben Sie in jüngster Zeit gewiss schon einiges über Charlie Kirk und Tyler Robinson erfahren. Oder?

Letzterer, nämlich Tyler, hat den charismatischen Charlie aus einer Entfernung von ca. 180m, während dieser auf die Frage eines Zuhörers an einer Universität im US-Bundesstaat Utah antwortete, mit einem einzigen Schuss kaltblutig ermordet. Die Kugel hat das Opfer am Hals erwischt.

„Doomscrolling“ oder „Rofling“: Was darf es sein?

Sie haben die Wahl der Qual, verehrte Leser. Lieber Ihre Tage als Doomscroller verbringen, oder wie wäre es mit Rofling?

Ich weiß nicht, ob obige Begriffe ausschließlich als Jugendslang gelten…und wenn schon, ob sie in Frage kommen (bzw. kamen) für den nächsten (den vergangenen) „Jugendwort des Jahres“ Wettbewerb.

Zufällig bin ich im WehWehWeh auf diese Begriffe gestoßen. Notabene: im WehWehWeh und nicht im Printmedium. Das verschwindet ohnehin bald.

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