Sie befinden sich im kleinen Wortladen des Sprachbloggeurs. Klein aber längst ein Geheimtipp. Man nimmt die Reise in diesen abgelegenen Vorort der Stadt WehWehWeh gerne auf sich. Beim Sprachbloggeur kann man nie wissen, was es zu finden gibt. Denn hier biete ich ein buntes Allerlei. Es hängen zwar noch immer keine Bilder in meinem Laden. Brauche ich sie aber? Vielleicht später mal. Meine Archive aus früherer Zeit habe ich übrigens schon längst "importiert". Nur: Ich weiß nicht, wie ich sie sichtbar mache. HTML spreche ich noch immer viel zu stumperhaft. Vielleicht lerne ich diese Sprache noch. Seien Sie herzlich gegrüßt, lieber Gast: Be it ever so humble, there's no place like home. Ihr Sprachbloggeur, PJ Blumenthal: DEM WORT AUF DER SPUR

Generation Oh Oh Oh!

Trickfrage: Wie sagt man „baby boomer“ auf Deutsch? „Babyboomer“, sagen Sie. Tut mir leid. Die Antwort ist falsch.

Das englische „baby boomer“ wird benutzt, um alle Kinder, die zwischen 1946 und 1964 in den USA auf die Welt kamen, als eine pauschale Gruppe zu erfassen. „Boom!“ So klingt eine Explosion. Und so explosionsartig stieg die Geburtenrate nach dem 2. Weltkrieg und die GI‘s kehrten heim. So blieb die Fruchtbarkeit bis ca. 1964. Dann zack! Der Geburtensturz. Keine Ahnung, warum es so wurde.

Playing dumb

Freund T. war unzufrieden mit der Reparaturarbeit. Noch schlimmer: Ich hatte ihm die Werkstatt empfohlen. Heikle Situation…nicht aber, dass ich ein schlechtes Gewissen zu haben brauche. In meiner Sache hat der Mechaniker gut gearbeitet. Von daher die Weiterempfehlung.

Heikle Situation auch, weil ich den Mechaniker manchmal auf der Straße antreffe. Er ist sehr nett, und es tut mir leid, dass zwischen ihm und T. Missmut vorherrscht.

Frontbericht vom Sprachenkrieg

In einer Woche erscheint er – in englischer Sprache: mein Roman „Winston Hewlett’s Impotence“. Den Titel muss ich nicht ins Deutsch übersetzen. Er lässt sich leicht verstehen. Warum erzähle ich dies?

Klar, man hofft, dass der eine oder andere neugierig wird und das Buch bestellen wird. Man freut sich als Schriftsteller immer, Leser zu gewinnen.

Ich verkünde die Veröffentlichung aber aus einem anderen Grund. Und der hat selbstverständlich mit Sprache zu tun. Was sonst?

Halbverdautes über Übersetzungsprogramme und Tiersprache

Freund Roscoe hat mir vier oder fünf sehr anspruchsvolle Artikel aus den Fachjournalen zukommen lassen, die sich mit der KI-Sprachforschung und auch der Tiersprache auseinandersetzen.

Was die Tiere betrifft, bin ich zufälligerweise gestern auch auf einen weniger anspruchsvollen Text in den CNN-Nachrichten gestoßen.

Doch fangen wir mit Roscoe an. Vor ein paar Tagen haben wir uns auf der Straße bei strömendem Regen über Sprache unterhalten. Roscoe erzählte Verschiedenes. Der ist in diesen Dingen sehr bewandert. Alles sehr interessant. Wahrscheinlich habe ich aber nur die Hälfte verstanden.

Eine künstliche Taylor S. im Gespräch mit dem Sprachbloggeur

(Der Sprachbloggeur und die künstliche Taylor S. sitzen sich gegenüber in einem Café in München. Der SB trinkt Mineralwasser und hantiert mit einem Stück Kuchen. Die künstliche T.S. nippt an einem Espresso und spielt mit einem Löffel. Beide wirken verlegen)

SB: Nehmen Sie es mir übel, wenn ich eingestehe, dass ich gar nichts über Sie weiß? Weder darüber, wo Sie wohnen, noch das Geringste über Ihre Karriere. Ich weiß einzig und allein, dass mir Ihr Name aus den Medien bekannt vorkommt, und irgendwo habe ich erfahren, dass Sie eine große Fangemeinschaft haben.

„Proaktiv“ und der „Umpff“-Faktor

Hand aufs Herz: Wann war das letzte Mal, dass Sie die Vokabel „proaktiv“ proaktiv verwendet haben? Oder ich frage anders: Ist „proaktiv“ ein Bestandteil Ihres aktiven Wortschatzes?

Ich lernte das Wort 1997 kennen, und zwar in Washington D.C., wo ich ein Interview bei der NASA mit einem deutschen Mitarbeiter – leider fällt mir der Name nicht ein – führen sollte. Er war sehr nett und zeigte mir lauter hübsche Baumuster für Satelliten, Raumschiffe und Raketen. Auch über Werner von Braun haben wir ein wenig geredet. Ich entsinne mich, er hatte ihn gekannt.

Es war jedenfalls ein schöner Nachmittag.

Klänge auf Wanderschaft

Vielleicht verstehen Sie wenig oder nichts von der Musiktheorie. Ist hier ohnehin unwichtig.

Mein Flötenlehrer hat mich neulich gebeten, eine Es Dur Tonleiter vorzuspielen. Was habe ich gemacht? Ich habe F Dur gespielt. Warum? Weil „Eff“ und „Ess“ zu den Lauten zählen, die eine hohe Tonfrequenz haben.

Wer schwerhörig ist – egal wie sehr – , der vermag häufig zwischen diesen zwei Lauten nicht zu unterscheiden. Es gibt andere solche Töne: z.B. „z“, „sch“ und auch „t“.

Müssen Sie heute mit einer Glosse über die Schwerhörigkeit rechnen?

Sprechen Sie Pottwalisch?

Es sollte heute thematisch etwas Einfaches sein: die Sprache der Pottwale. Darüber hatte ich nämlich gestern einen langen Artikel überflogen, um das Markanteste herauszupicken. Habe ich „überflogen“ geschrieben? Jawohl. Denn meiner Meinung nach gibt es über die Sprache der Pottwale nicht viel zu berichten.

Wenn ich mich richtig an die Details erinnere, haben Wissenschaftler festgestellt, dass die Lautbildung der Pottwale ziemlich differenziert ist. Will heißen: Es wäre möglich, dass sie über einen großen Wortschatz verfügen. Auch reden sie bisweilen sehr laut! Bis 230 Dezibel!

Können Sie erraten, worum es hier geht?

Jack will Ihnen von Büchern erzählen, die er neulich wiedergefunden hat. Er verlangt 11 Minuten und 40 Sekunden Ihrer Lebenszeit, um Ihnen dieses Ereignis detailliert zu schildern. Den bebrillten Misha sieht man auf einem Bild. Im Hintergrund ein See. „Hier haben wir gestern zwei gute Männer verloren“ liest man darunter. 1,5 Millionen Menschen waren bereit, Misha 14 Minuten zu lauschen. Auch die zwei Jünglinge, die sich „Wineholics“ nennen, sollen wir erwähnen. Einer steht mit nacktem Oberkörper da. Kopf an Kopf sieht man den anderen ihm entgegen.

„Bei die Fische“?

Ein „Signal“ von O. Ob er um 15.30 anstatt 15h vorbeikommen könne.

Achtung: „Signal“ ist die „WhatsApp“-Alternative für Leute – wie mich –, die allergisch gegen Facebook und Co. sind.

Meine Antwort an O.: „Alles in Butter“.

O. schreibt zurück: „“Bei die Fische“.

Und ich: „Bei Fam. Blumenthal“.

Alles klar, liebe Lesendierende? Oder vielleicht haben Sie schon etwas zwischen den Zeilen gewittert? Wenn ja, dann wahrscheinlich Folgendes:

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