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Berühmtsein als Auslaufmodell

Womöglich ist Ihnen der Begriff „It Girl“ unbekannt. Und ich gehe davon aus, dass Ihnen der Name Clara Bow nichts sagt. Diese Wissenslücken sind verständlich, und jetzt werde ich sie erklären.

Clara Bow (1905-1965) galt als die erste „It Girl“. Will heißen, sie war im Besitz von „it“, von jener besonderen Qualität, die sie ermöglichte, aus der Masse der Menschen hervorzuragen. Leider habe ich vergessen, welche diese Qualität war. Ich nehme an, dass sie hübsch war und es verstand, sich zu vermarkten. Zumindest, dass ihre PR-Leute dies verstanden.

Nicht nur liegt Clara Bow unter der Erde, auch der Begriff „It Girl“ scheint längst tot und vergessen zu sein. Oder so habe ich vermutet, bis ich im WehWehWeh gelesen habe, dass, Clara lediglich als die erste „It Girl“ gelte. Es gab offensichtlich auch weitere. Ich habe nicht nach Namen gesucht.

Wikipedia zufolge, wurde der Begriff ca. 1995 aus seiner modrigen Begriffsgrabstätte wieder ausgebuddelt und verwendet wurde, um Selbstvermarkterinnen wie Paris Hilton, Kim Kardashian u.d.gl. zu bezeichnen.

Freilich ging diese Wiederauferstehung des Terminus mit einer Betonungsverschiebung einher, und zwar ins Negative.

Und noch etwas: 2009 wurde die „It Girl“ offiziell im Duden aufgenommen. Allerdings in folgender Abwandlung: „…junge oder jüngere Frau, die durch ihr häufiges öffentliches Auftreten in Gesellschaft prominenter Personen und ihre starke Medienpräsenz einer breiten Öffentlichkeit bekannt ist.“

Wieso komme ich auf dieses Thema?

Fakt ist: Ich habe in letzter Zeit zu sehr an Meghan gedacht. Verstehen Sie mich nicht falsch. Ich besitze keinen Fernseher und erst recht keine Abo für Netflix. Trotzdem kommt man nicht umhin, mit diesem Namen berieselt zu werden. Und zwar deshalb, weil…was sonst?...Meghan eine klassische „It Girl“ ist!
Das heißt: sowohl im Sinne von Clara Bow und Kim K.

Nebenbei: Da wir im Zeitalter der Gleichberechtigung leben, sollten wir auch erwähnen, dass es mittlerweile auch „It Boys“ gibt. Z.B. Harry oder früher Leonardo oder Justin. Man muss aber nicht unbedingt hübsch sein, um ein „It Boy“ zu sein, Auch Elon und Bill und Jeff stehen auf der Liste…

Aber halt!

Wir schreiben das dritte Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts. Und das hat etwas zu bedeuten: Es ist ein Zeitalter, in dem sich immer weniger Menschen für Meghan und Kim (welche/r Kim?), Harry oder Mick usw. interessieren. Die Hauptkonsumenten für „It Leute“ sind von gestern! Es sind Menschen des 20. Jahrhunderts. Auch die Journalisten, die darüber berichten, sind Menschen von gestern! „It Leute“ sind heute so zeitgemäß wie Facebook!

Sorry Meghan, sorry Harry etc. etc. Euch fällt für die heutige Zeit Wichtiges. Und wisst Ihr, warum? Weil Ihr keine „Influencer“ seid! Oder wenn Ihr wenigstens Klimakleber wärt!

Nun fällt mir Andy Warhol ein. Einst behauptete er, dass bis 1974 jeder Mensch für 15 Minuten berühmt werden würde. Dieser Spruch wurde inzwischen ein wenig abgeändert. Längst heißt es, dass jeder Mensch seine 15 Minuten Berühmtheit bekäme. Doch auch diese Botschaft klingt nunmehr ein bisschen altbacken. Denn schließlich leben wir im Zeitalter des WehWehWehs.
Meghan, Harry auch Netflix locken mit ihren Spielereien nur ein alterndes Publikum.

Es hat sich was geändert. Schauen Sie TikTok, Instagram, Telegram und andere Plattforme an, deren Namen mir gar nicht bekannt sind. Eine Katze, die über eine Klaviertastatur schlittert, ist allemal lustiger als eine tränenerstickte Meghan.

Hallo neue Welt! Die Zukunft ist heute! „It is it!!“

Schöne Weihnachten wünscht Ihnen

Ihr
Sprachbloggeur

Tiere (und Tierchen) als Drohnen und die Story von Professor Brökelmann

Die Nachricht traf unverhofft ein, und ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Sie traf ein, wie es der Zufall wollte, kurz bevor die Absage von der vornehmen Literaturzeitschrift „Public Space“ hereinschneite. Das engl. Sprachige Magazin hatte meine Kurzgeschichte über Professor Brökelmann abgelehnt. Schade. Professor B. war meiner Story zufolge ein Biochemiker, der an einer dt. Uni unterrichtete, und dazu ein Ekel war. Er verachtete seine Studenten und murrte stets über seine Arbeit. Er war allerdings auch genial, wenn auch als Professor mittelmäßig…was jedoch dem Dekan seiner Fakultät auch besonders gefiel. Denn auch er war mittelmäßig als Lehrkraft und Dekan und vertrug niemanden, der ihn in den Schatten hätte setzen können.

Prof. B. war aber allen persönlichen Makeln zum Trotz die führende Kapazität auf einem sehr obskuren Fachgebiet: der Studie von Blattella Germanica, dem dt. Schaben. Seine Recherchen – die allerdings nur unvollständig bekannt waren – handelten vom Nutzen des Verdauungsapparates dieses ekelerregenden Tierchens als reichen Fund für diverse Heilmittel, die eventuell bisher kaum behandelbare Krankheiten hätten heilen können. Der Prof teilte dieses kostbare Wissen aber weder mit der Fachwelt noch mit seinen Studenten…mit niemandem. Seine dt. Studenten gaben ihm den Spitznamen „Brökelmännchen“. Der amer. Erzähler verhöhnte ihn als „Brokkoli“, was für ihn leichter von der Zunge ging.

Ich habe hier nicht vor, die ganze Geschichte von Prof. Brökelmann zu wiedergeben. Sie ist ohnehin zu kompliziert, um sie in ein paar Sätzen wiederzugeben. Außerdem ist mein Thema ein anderes, und zwar das, was ich oben als eine „unverhoffte Nachricht“ bezeichnete. Hier geht es, u.a., um Stechmücken, die, so las ich vor ein paar Tagen, als spionierende Drohnen eingesetzt werden. Leider habe ich vergessen, welcher Geheimdienst sie für diese Aufgabe abgerichtet hat. Vielleicht die Russen…oder waren es die Chinesen? Womöglich auch die Amerikaner oder die Briten.

Diese Stechmücken sind jedenfalls als spionierende Drohnen erkennbar, weil ihnen am Insektenleibchen die Zahl „38“ zu lesen sei. Wie so etwas möglich ist, vermag ich nicht zu sagen.

Ende der Ansage. Denn mehr habe ich über dieses Phänomen nicht zu berichten, außer dass diese Behauptung angeblich von einem TikToker namens Liam Dixon stammen soll, was ich, ehrlich gesagt, bezweifele. Ich habe nämlich diesen Namen gegoogelt und Folgendes festgestellt: Es gibt scheinbar mehrere Tiktoker und Instagramer usw. mit diesem Namen.

Wie dem auch sei. Vielleicht haben Sie mit der Quellensuche mehr Glück als ich.
Noch ein Problem: Ich hatte diese Nachricht vor vier oder fünf Tagen auf einem Briefumschlag notiert, doch leider ohne Quellenangabe.

Um die Sache weiter zu verkomplizieren: Auf diesem Briefumschlag hatte ich mir ebenfalls neben der Sache mit den spionierenden Mücken etwas über Tauben als Drohnen aufgeschrieben. Das mit den Tauben ist vielleicht noch wundersamer als das mit den Stechmücken. Denn es hieß laut meiner unbekannten Quelle, dass tausende solche spionierende Drohnen-Tauben einst wie Schneegestöber vom Himmel runtergefallen seien. Tot nehme ich an. Vielleicht ist die Verdrohnisierung von Tieren gesundheitsgefährdend. Ich meine für die Tiere.

Auch was die Wahrhaftigkeit aller dieser Angaben betrifft, lege ich die Hand nicht ins Feuer. Ich überlasse es Ihnen, sie zu verifizieren.

Im Übrigen: Meinen Notizen zufolge geschah all dies während des Lockdowns. Aber wo? In Europa? In China? In den USA? In Russland? Keine Ahnung. Lediglich habe ich notiert, dass besagter Herr Dixon der Meinung ist, dass es bei der Sache mit den Tauben womöglich um eine Falschmeldung handele.
Wahrscheinlich hat er recht – wer auch immer Herr Dixon ist – bzw., ob es überhaupt einen Herrn Dixon gibt.

Immerhin: Das mit Prof. Brökelmann ist eindeutig eine Erfindung und keine Fake News.

Doch nun fällt mir ein: Vielleicht würden auch Brokkolis Viecher als Drohnen taugen! Wäre ein Experiment wert, wenn nur Professor Brökelmann bzw. Herr Dixon aufzutreiben wären.

Tiere (und Tierchen) als Drohnen und die Story von Professor Brökelmann

Die Nachricht traf unverhofft ein, und ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Sie traf ein, wie es der Zufall wollte, kurz bevor die Absage von der vornehmen Literaturzeitschrift „Public Space“ hereinschneite. Das engl. Sprachige Magazin hatte meine Kurzgeschichte über Professor Brökelmann abgelehnt. Schade. Professor B. war meiner Story zufolge ein Biochemiker, der an einer dt. Uni unterrichtete, und dazu ein Ekel war. Er verachtete seine Studenten und murrte stets über seine Arbeit. Er war allerdings auch genial, wenn auch als Professor mittelmäßig…was jedoch dem Dekan seiner Fakultät auch besonders gefiel. Denn auch er war mittelmäßig als Lehrkraft und Dekan und vertrug niemanden, der ihn in den Schatten hätte setzen können.

Prof. B. war aber allen persönlichen Makeln zum Trotz die führende Kapazität auf einem sehr obskuren Fachgebiet: der Studie von Blattella Germanica, dem dt. Schaben. Seine Recherchen – die allerdings nur unvollständig bekannt waren – handelten vom Nutzen des Verdauungsapparates dieses ekelerregenden Tierchens als reichen Fund für diverse Heilmittel, die eventuell bisher kaum behandelbare Krankheiten hätten heilen können. Der Prof teilte dieses kostbare Wissen aber weder mit der Fachwelt noch mit seinen Studenten…mit niemandem. Seine dt. Studenten gaben ihm den Spitznamen „Brökelmännchen“. Der amer. Erzähler verhöhnte ihn als „Brokkoli“, was für ihn leichter von der Zunge ging.

Ich habe hier nicht vor, die ganze Geschichte von Prof. Brökelmann zu wiedergeben. Sie ist ohnehin zu kompliziert, um sie in ein paar Sätzen wiederzugeben. Außerdem ist mein Thema ein anderes, und zwar das, was ich oben als eine „unverhoffte Nachricht“ bezeichnete. Hier geht es, u.a., um Stechmücken, die, so las ich vor ein paar Tagen, als spionierende Drohnen eingesetzt werden. Leider habe ich vergessen, welcher Geheimdienst sie für diese Aufgabe abgerichtet hat. Vielleicht die Russen…oder waren es die Chinesen? Womöglich auch die Amerikaner oder die Briten.

Diese Stechmücken sind jedenfalls als spionierende Drohnen erkennbar, weil ihnen am Insektenleibchen die Zahl „38“ zu lesen sei. Wie so etwas möglich ist, vermag ich nicht zu sagen.

Ende der Ansage. Denn mehr habe ich über dieses Phänomen nicht zu berichten, außer dass diese Behauptung angeblich von einem TikToker namens Liam Dixon stammen soll, was ich, ehrlich gesagt, bezweifele. Ich habe nämlich diesen Namen gegoogelt und Folgendes festgestellt: Es gibt scheinbar mehrere Tiktoker und Instagramer usw. mit diesem Namen.

Wie dem auch sei. Vielleicht haben Sie mit der Quellensuche mehr Glück als ich.
Noch ein Problem: Ich hatte diese Nachricht vor vier oder fünf Tagen auf einem Briefumschlag notiert, doch leider ohne Quellenangabe.

Um die Sache weiter zu verkomplizieren: Auf diesem Briefumschlag hatte ich mir ebenfalls neben der Sache mit den spionierenden Mücken etwas über Tauben als Drohnen aufgeschrieben. Das mit den Tauben ist vielleicht noch wundersamer als das mit den Stechmücken. Denn es hieß laut meiner unbekannten Quelle, dass tausende solche spionierende Drohnen-Tauben einst wie Schneegestöber vom Himmel runtergefallen seien. Tot nehme ich an. Vielleicht ist die Verdrohnisierung von Tieren gesundheitsgefährdend. Ich meine für die Tiere.

Auch was die Wahrhaftigkeit aller dieser Angaben betrifft, lege ich die Hand nicht ins Feuer. Ich überlasse es Ihnen, sie zu verifizieren.

Im Übrigen: Meinen Notizen zufolge geschah all dies während des Lockdowns. Aber wo? In Europa? In China? In den USA? In Russland? Keine Ahnung. Lediglich habe ich notiert, dass besagter Herr Dixon der Meinung ist, dass es bei der Sache mit den Tauben womöglich um eine Falschmeldung handele.
Wahrscheinlich hat er recht – wer auch immer Herr Dixon ist – bzw., ob es überhaupt einen Herrn Dixon gibt.

Immerhin: Das mit Prof. Brökelmann ist eindeutig eine Erfindung und keine Fake News.

Doch nun fällt mir ein: Vielleicht würden auch Brokkolis Viecher als Drohnen taugen! Wäre ein Experiment wert, wenn nur Professor Brökelmann bzw. Herr Dixon aufzutreiben wären.

Achtung Räuber*Innen: Es wird gefährlich!

Was haben London, Moskau und San Francisco gemeinsam?

Zu bedenken: Es herrscht Krieg zwischen Russland und der Ukraine, ein Krieg, für den Russland – genauer gesagt seine Führung – verantwortlich ist, weshalb Moskau im Augenblick Galaxien entfernt von London und San Francisco zu sein scheint. Diese drei Städte haben dennoch etwas gemeinsam…

Und zwar Folgendes: In allen dreien wurden in jüngster Zeit Leica Geschäfte von Räuber*Innen überfallen. In San Francisco, z.B., wurden Fotoapparate im Wert von 178 Tausend Dollar erbeutet. In London wurde ein Leica Geschäft in Mayfair ausgeplündert. In Moskau zerschmetterten die Verbrecher*Innen die Tür eines Leica Geschäfts auf dem Leninsky Prospekt und sind mit reicher Beute abgehauen.

Nur Zufall…oder ist vielleicht…etwas… im…Busch?

Ein amerikanischer Bekannter, ein Fotograf, wittert gegenwärtig Leica Dieb*Innen überall. Er verzichtete deshalb während eines neuerlichen Aufenthalts in New York darauf, mit seiner Leica zu fotografieren, weil er Angst hatte, diese könnte durch die omnipräsenten Dieb*Innen oder Räuber*Innen entwendet werden.

Meine Frage: Gibt es wirklich einen internationalen Räubendenverein, der sich auf Leicas spezialisiert hat? Manche Russ/en/innen, so stelle ich mir vor, würden vielleicht meinen: „Ja, es gibt ihn, und die Radelsfüherer*Innen sind Ukrainer*Innen. Die Fotoapparate werden nach Kiew transportiert und im Westen für teures Geld weiter gehandelt! Eine Schande!“

Und die Amerikaner oder die Engländer? Vielleicht mutmaßen ihre Geheimdienste, dass die russische Wagner-Gruppe dahintersteht und dass der Raubüberfall auf dem Leninsky Prospekt lediglich als Finte diente, um die eigentlichen Spuren zu verwischen.

Nebenbei: Wissen Sie, warum die russischen Söldner*Innen „Wagner“ heißen? Nein, nicht weil sie alle Deutsche sind, sondern weil der/die Gründer*In dieser Organisation ein/e große(r) Bewunderer*In Richard Wagners ist.

Egal. Nachdem mein amer. Bekannter mir von seinen Sorgen ob seines Fotoapparats berichtet hatte, habe ich mich angeschickt, die Sache beim Vorsitzenden Google zu erforschen. Leider habe ich keine zusätzlichen großen Leica-Raubfälle ausfindig machen können. Vielleicht habe ich die falsche Suchfrage eingegeben.

Eine Theorie: Diejenigen, die hinter diesen Überfällen stehen, sind ebenso für den Raub der keltischen Goldmünzen in Manching, den Raub im Dresdener Grünen Gewölbe und den Raub der Riesengoldmünze in Berlin verantwortlich.
So etwas würde mich keineswegs überraschen.

Möglich ist auch, dass diese Räuber*Innen-Kluft ein/e Ableger*In der Bande ist, die die Enkelkindmasche so profitabel gemacht hat.

All dies vermute ich nur. Im Grunde weiß ich nichts mit letzter Sicherheit.
Doch auch wenn ich es nicht so ganz genau weiß, über eins bin ich ja wohl sicher: Ich weiß, wie es für die Räuber*Innen enden wird:

Die Männer werden innerhalb drei Wochen impotent, und nach einem Jahr werden sie sterben. Die Frauen, wenn sie Kinder haben, werden diese verlieren. Wenn sie keine Kinder haben, werden sie keine bekommen.

Das wissen diese Halunken*Innen noch nicht. Wenn sie es wüssten, würden sie nicht überall auf der Welt nach dem Eigentum anderer raffen. Solche Kaprizen sind wahrlich sehr gefährlich…für die Gangster*Innen selbst.

Falls Sie eine/n von Ihnen kennen, wäre ich Ihnen dankbar, wenn Sie diese schlechte Nachricht weitergeben würden.

Achtung Räuber*Innen: Es wird gefährlich!

Was haben London, Moskau und San Francisco gemeinsam?

Zu bedenken: Es herrscht Krieg zwischen Russland und der Ukraine, ein Krieg, für den Russland – genauer gesagt seine Führung – verantwortlich ist, weshalb Moskau im Augenblick Galaxien entfernt von London und San Francisco zu sein scheint. Diese drei Städte haben dennoch etwas gemeinsam…

Und zwar Folgendes: In allen dreien wurden in jüngster Zeit Leica Geschäfte von Räuber*Innen überfallen. In San Francisco, z.B., wurden Fotoapparate im Wert von 178 Tausend Dollar erbeutet. In London wurde ein Leica Geschäft in Mayfair ausgeplündert. In Moskau zerschmetterten die Verbrecher*Innen die Tür eines Leica Geschäfts auf dem Leninsky Prospekt und sind mit reicher Beute abgehauen.

Nur Zufall…oder ist vielleicht…etwas… im…Busch?

Ein amerikanischer Bekannter, ein Fotograf, wittert gegenwärtig Leica Dieb*Innen überall. Er verzichtete deshalb während eines neuerlichen Aufenthalts in New York darauf, mit seiner Leica zu fotografieren, weil er Angst hatte, diese könnte durch die omnipräsenten Dieb*Innen oder Räuber*Innen entwendet werden.

Meine Frage: Gibt es wirklich einen internationalen Räubendenverein, der sich auf Leicas spezialisiert hat? Manche Russ/en/innen, so stelle ich mir vor, würden vielleicht meinen: „Ja, es gibt ihn, und die Radelsfüherer*Innen sind Ukrainer*Innen. Die Fotoapparate werden nach Kiew transportiert und im Westen für teures Geld weiter gehandelt! Eine Schande!“

Und die Amerikaner oder die Engländer? Vielleicht mutmaßen ihre Geheimdienste, dass die russische Wagner-Gruppe dahintersteht und dass der Raubüberfall auf dem Leninsky Prospekt lediglich als Finte diente, um die eigentlichen Spuren zu verwischen.

Nebenbei: Wissen Sie, warum die russischen Söldner*Innen „Wagner“ heißen? Nein, nicht weil sie alle Deutsche sind, sondern weil der/die Gründer*In dieser Organisation ein/e große(r) Bewunderer*In Richard Wagners ist.

Egal. Nachdem mein amer. Bekannter mir von seinen Sorgen ob seines Fotoapparats berichtet hatte, habe ich mich angeschickt, die Sache beim Vorsitzenden Google zu erforschen. Leider habe ich keine zusätzlichen großen Leica-Raubfälle ausfindig machen können. Vielleicht habe ich die falsche Suchfrage eingegeben.

Eine Theorie: Diejenigen, die hinter diesen Überfällen stehen, sind ebenso für den Raub der keltischen Goldmünzen in Manching, den Raub im Dresdener Grünen Gewölbe und den Raub der Riesengoldmünze in Berlin verantwortlich.
So etwas würde mich keineswegs überraschen.

Möglich ist auch, dass diese Räuber*Innen-Kluft ein/e Ableger*In der Bande ist, die die Enkelkindmasche so profitabel gemacht hat.

All dies vermute ich nur. Im Grunde weiß ich nichts mit letzter Sicherheit.
Doch auch wenn ich es nicht so ganz genau weiß, über eins bin ich ja wohl sicher: Ich weiß, wie es für die Räuber*Innen enden wird:

Die Männer werden innerhalb drei Wochen impotent, und nach einem Jahr werden sie sterben. Die Frauen, wenn sie Kinder haben, werden diese verlieren. Wenn sie keine Kinder haben, werden sie keine bekommen.

Das wissen diese Halunken*Innen noch nicht. Wenn sie es wüssten, würden sie nicht überall auf der Welt nach dem Eigentum anderer raffen. Solche Kaprizen sind wahrlich sehr gefährlich…für die Gangster*Innen selbst.

Falls Sie eine/n von Ihnen kennen, wäre ich Ihnen dankbar, wenn Sie diese schlechte Nachricht weitergeben würden.

Kampf der Avatare im Metaversum: Volodymyr gegen Vladimir

Augenblicklich befinden wir uns, liebe Lesende, Studierende und Besuchende, im Metaversum.

Als erstes bedarf jeder eines Avatars. Sie wissen, was mit „Avatar“ gemeint ist, oder? Früher hätte man „Alter Ego“ gesagt. Will heißen, eine Identität, in die Sie quasi als Rollenspieler hineinschlupfen. Heute ist es ein „Avatar“, der Sie im Spiel (zum Beispiel „World of Warcraft“) vertritt.

Komisches Wort „Avatar“. 1992 behauptete der Autor Neal Stephenson, dass er dieses Wort für seinen SciFi-Roman „Snow Crash“ erfunden hatte. Das hat nicht gestimmt. Letztendlich erfuhr man (all dies habe ich übrigens in Wikipedia herausgefunden), dass die Behauptung lediglich als PR-Gag diente, um den Buchverkauf besser voranzutreiben.

Ich war auf dieses Wort „Avatar“ viel früher gestoßen: und zwar als theologisches Konzept aus dem Hinduismus. Der „Avatar“ (das Wort bedeutet auf Sanskrit „Herabstieg“) wies auf die irdische Inkarnation einer hinduistischen Gottheit. Vischnu, zum Beispiel, hatte der Hindulehre zufolge verschiedene Inkarnationen. Die Persönlichkeit jeder Inkarnation bezeichnete man als ein Avatar.

Übrigens: Die Mehrzahl dieser Vokabel lautet auf Deutsch „Avatare“ (s. Titel oben).

Kennen Sie den Namen Meher Baba? Er war gebürtiger Iraner, 1894 geboren. 1913 durch einen Kuss auf der Stirn einer islamischen Heiligen wurde er zum Erleuchteten.

Ab 1925 schwieg er, da er meinte, das meiste, was man erzählt, ohnehin nur Gezwitscher sei. Im Zustand des Schweigens verharrte er noch 45 Jahre. Während dieser Zeit hat er aber Bücher noch und nöcher geschrieben. Darüber hinaus sammelten sich immer mehr Gläubige um ihn. Heute würden wir sie als „Followers“ bezeichnen.

„Avatar“, „Followers“. All dies gab es schon auch vor Facebook, Twitter und Co.
Einmal las ich, dass der Avatar Meher Baba gern mit seinen Followers Flugball spielte. Wenn ich mich erinnere, hat Meher Babas Team – zumindest in der Anekdote, von der hier die Rede ist, gewonnen. Ich könnte es mir ohnehin nicht anders vorstellen. Stellen Sie sich vor: Sie spielen Flugball gegen einen Avatar, d.h., gegen eine inkarnierte Gottheit. Würden Sie den Ball mit voller Wucht in Richtung Avatar reinhauen, um das Spiel zu gewinnen?

Aber genug. Oben habe ich gesagt, dass wir uns im Metaversum befinden und dass jeder einen „Avatar“ braucht.

Keine Ahnung, wie Sie sich nennen werden. Ich heiße ab jetzt Volodymyr. Mein Avatar ist ein Kind, und er sitzt im Gras und spielt mit seinem Spielzeuglastwagen. Ein tolles Spielzeug, dass er von seinen Eltern zum Geburtstag bekommen hat.

Er sitzt im Gras und spielt. Plötzlich tritt ein anderer Avatar in Erscheinung, auch ein Kind. Dieser nennt sich Vladimir und er sagt: „Schöner Lastwagen“, du Heini. Ich will auch damit spielen.“

„Nein“, antwortet Volodymyr. „Du siehst, dass ich damit spiele.“ Er wendet sich wieder seinem Spielen zu.

„Gib’s her, du Schnuckel, oder ich hau dir ein Loch in den Kopf!“
„Nein!“ sagt Volodymyr.

Jetzt will Vladimir das Spielzeug wegschnappen. Volodymyr wehrt sich aber. Überraschung. Er schiebt Vladimir kräftig zurück und tritt ihn gegen das Schienbein.

„Verdammter Schwuler!“ schreit Vladimir. Aber er hat die Botschaft verstanden. So einfach ist es nicht, jemandem ein Spielzeug zu entwenden. Nächste Strategie. Er versucht das Spielzeug kaputt zu machen. Er reißt ein Rad ab, verbiegt eine Tür, haut auf den Anhänger, bis er verbeult ist. Volodymyr lässt aber nicht locker und schlägt zurück.

„Wenn ich es nicht haben kann, dann kriegt es niemand!“ Das sagt Vladimir. Doch es gelingt ihm nicht, den Laster ganz kaputt zu machen. Außerdem: Allmählich verspürt er Angst vor Volodymyr.

Zum Glück findet sich all dies nur im Metaversum statt. Stellen Sie sich vor, so etwas würde in der Wirklichkeit geschehen!

Elon und das Gespenst der Zukunft: Ein Gespräch

Gespenst der Zukunft: Elon, ich kaufe dir Twitter für fünfzig Euro ab. Was sagst du?

Elon: Wie bitte? Eben hab ich 44 Milliarden auf den Tisch gelegt! Du spinnst!

Gespenst d.Z.: Ah geh! Bist Geschäftsmann, Elon. Nix hast auf’n Tisch gelegt. Nur die Banken…

Elon: Dir verrate ich nichts. So gut kennen wir uns nicht.

Gespenst d. Z.: O doch. Gut kennen wir uns…

Elon: He, Pedo, wer bist du?

Gespenst d.Z.: Ich bin derjenige, der dir immer ein Schritt voraus ist. Ich bin das Gespenst der Zukunft. Das mit dem „Pedo“ musst du übrigens endlich lassen. Schämst du dich nicht?

Elon: Wieso soll ich mich schämen? Ich schäme mich nie.

Gespenst d. Z.: Mal hast du den Retter dieser Kinder in der Höhle in Thailand als „Pedo“ beschimpft. Er hat dich verklagt. Keine Chance gegen deine teuren Anwälte. Sie haben argumentiert, es handelt sich um ein harmloses Schimpfwort aus Südafrika.

Elon: Stimmt. Das sagen wir in Südafrika, du Zukunftspedo. Auch ich bin ein schlauer Pedo! Weshalb ich mich frage, wie du auf die Idee kommst, ich würde dir Twitter für fünfzig Euro verkaufen?

Gespenst d.Z.: Auch das ist zu viel für das, was ich vorhabe.
Elon: Und was hast du vor?

Gespenst d.Z.: Ich mache den Laden dicht. Aus Apfel Amen.

Elon: Das ich nicht lache. Hast du in Mastodon investiert? Telegram? Würde zu dir bestimmt passen. Ich seh dich nicht, du Pedo, aber du kommst mir arg zwielichtig vor. So ein Dark Net Typ halt.

Gespenst d.Z.: Elon, ich bin da, um dir zu helfen. Ich bin das Gespenst der Zukunft, und ich weiß, wie du dein Geld zu investieren hast.

Elon: Das ich nicht lache…Du hast echt einen Vogel. Und sag. Wie sieht diese Zukunft aus?

Gespenst d.Z.: Du musst dein Geld in Kneipen, Pubs, Bistros und wie sie alle heißen, anlegen. Lokales Gezwitscher halt. Verstehst du nicht? Denn bald kommt der Terror, und keiner weiß dann ein oder aus, erst recht nicht, wenn Millionen Zwitscherer umeinander ratschen.

Elon: Der Terror? Du bist ein Terror. Man sieht dich nicht, und du verbreitest Lügen! Ich hab Millionen von Followers!!

Gespenst d.Z.: Und noch etwas: Du sollst dein Geld in Kaufhäuser investieren und in den Einzelhandel.

Elon: Ich?

Gespenst d.Z.: Ja du. Wenn nicht du, kommt ein anderer und tut es.
Elon: He, bist du von gestern?

Gespenst d.Z.: Nein, von morgen.

Elon: Pass mal auf, Pedo, wir leben im digitalen Zeitalter. Kapierst du? Man tratscht im Internet, man bestellt im Internet, man lebt im Internet! Du nicht?

Gespenst d.Z.: Zwanzig Euro. Mein letztes Angebot. Sonst kriegst du nichts und verlierst alles.

Elon: Warte nur. Dieses Gespräch werde ich gleich tweeten. Heute noch! Du wirst sehen: Es kommen Millionen von Tweets und Retweets. Ich hoffe, du hast Zeit alle zu lesen.

Gespenst d.Z.: Hier unterschreiben, Elon.

Elon: Ich denk nicht dran. Ich hab keine Zeit für so einen Scheiß…
usw.

Elon und das Gespenst der Zukunft: Ein Gespräch

Gespenst der Zukunft: Elon, ich kaufe dir Twitter für fünfzig Euro ab. Was sagst du?

Elon: Wie bitte? Eben hab ich 44 Milliarden auf den Tisch gelegt! Du spinnst!

Gespenst d.Z.: Ah geh! Bist Geschäftsmann, Elon. Nix hast auf’n Tisch gelegt. Nur die Banken…

Elon: Dir verrate ich nichts. So gut kennen wir uns nicht.

Gespenst d. Z.: O doch. Gut kennen wir uns…

Elon: He, Pedo, wer bist du?

Gespenst d.Z.: Ich bin derjenige, der dir immer ein Schritt voraus ist. Ich bin das Gespenst der Zukunft. Das mit dem „Pedo“ musst du übrigens endlich lassen. Schämst du dich nicht?

Elon: Wieso soll ich mich schämen? Ich schäme mich nie.

Gespenst d. Z.: Mal hast du den Retter dieser Kinder in der Höhle in Thailand als „Pedo“ beschimpft. Er hat dich verklagt. Keine Chance gegen deine teuren Anwälte. Sie haben argumentiert, es handelt sich um ein harmloses Schimpfwort aus Südafrika.

Elon: Stimmt. Das sagen wir in Südafrika, du Zukunftspedo. Auch ich bin ein schlauer Pedo! Weshalb ich mich frage, wie du auf die Idee kommst, ich würde dir Twitter für fünfzig Euro verkaufen?

Gespenst d.Z.: Auch das ist zu viel für das, was ich vorhabe.
Elon: Und was hast du vor?

Gespenst d.Z.: Ich mache den Laden dicht. Aus Apfel Amen.

Elon: Das ich nicht lache. Hast du in Mastodon investiert? Telegram? Würde zu dir bestimmt passen. Ich seh dich nicht, du Pedo, aber du kommst mir arg zwielichtig vor. So ein Dark Net Typ halt.

Gespenst d.Z.: Elon, ich bin da, um dir zu helfen. Ich bin das Gespenst der Zukunft, und ich weiß, wie du dein Geld zu investieren hast.

Elon: Das ich nicht lache…Du hast echt einen Vogel. Und sag. Wie sieht diese Zukunft aus?

Gespenst d.Z.: Du musst dein Geld in Kneipen, Pubs, Bistros und wie sie alle heißen, anlegen. Lokales Gezwitscher halt. Verstehst du nicht? Denn bald kommt der Terror, und keiner weiß dann ein oder aus, erst recht nicht, wenn Millionen Zwitscherer umeinander ratschen.

Elon: Der Terror? Du bist ein Terror. Man sieht dich nicht, und du verbreitest Lügen! Ich hab Millionen von Followers!!

Gespenst d.Z.: Und noch etwas: Du sollst dein Geld in Kaufhäuser investieren und in den Einzelhandel.

Elon: Ich?

Gespenst d.Z.: Ja du. Wenn nicht du, kommt ein anderer und tut es.
Elon: He, bist du von gestern?

Gespenst d.Z.: Nein, von morgen.

Elon: Pass mal auf, Pedo, wir leben im digitalen Zeitalter. Kapierst du? Man tratscht im Internet, man bestellt im Internet, man lebt im Internet! Du nicht?

Gespenst d.Z.: Zwanzig Euro. Mein letztes Angebot. Sonst kriegst du nichts und verlierst alles.

Elon: Warte nur. Dieses Gespräch werde ich gleich tweeten. Heute noch! Du wirst sehen: Es kommen Millionen von Tweets und Retweets. Ich hoffe, du hast Zeit alle zu lesen.

Gespenst d.Z.: Hier unterschreiben, Elon.

Elon: Ich denk nicht dran. Ich hab keine Zeit für so einen Scheiß…
usw.

Die Nilgans, der Mastodon und der Untergang des römischen Reiches (dazu auch Twitter)

Womit soll ich heute aufwarten? Mit der Nilgans? Mit dem Untergang des römischen Kaiserreichs oder mit Mastodon? Mit allen! Wir fangen mit der Nilgans an.

Wissen Sie, was eine Nilgans ist? Ich habe es erst erfahren, als ich neulich zwei vor mir an einem Teich grasen sah. Wikipedia bezeichnet dieses Federvieh als „afrotropischer Entenvogel“, bzw., als Vertreter der Gattung der „Halbgänse“. Die Farbe ist eine Mischung aus hell- und dunkelbraun mit etwas grün. Der Hals ist etwas länger als der einer Ente, erscheint ein bisschen gansartig. Und die Augen sind mit Dunkelorange umkreist, so dass das Tier irgendwie übernächtigt aussieht oder als wäre es vielleicht im Drogenrausch.

Es ist kleiner als eine Gans und ein Tick größer als eine Ente. Aus der Entfernung denkt man an eine kostümierte Möwe.

Was macht ein heutiger Mensch, wenn er eine ihm unbekannten Vogelart – wie z.B. mir die Nilgans – erspäht? Früher hätte er vielleicht einen Ortskündigen gefragt: „Entschuldigung, wissen Sie, was das für ein Vogel ist?“ Oder er hätte auch ein Foto machen können, um später mit dieser Vorlage in einem Buch über Vögel nachzuschlagen.

Heute richtet man das Phone auf das Tier, drückt auf die „Google Lens“-Ikone und zack! Nach ca. eine Sekunde, hat man die Antwort: unzählige Bilder von genau dieser Art Federviehs und dazu auch diverse Texte, die Näheres schildern.

Und genau das habe auch ich gemacht, um die Nilgans zu identifizieren. „Nil“, da der Vogel möglicherweise aus diesem Gebiet stammt, „Gans“, weil das Tier als „Halbgans“ gilt.

Und nun kommen wir nahtlos weiter zu „Mastodon“. Nein, hier spielt „Google Lens“ keine Rolle, vielleicht eher die Google Suchfunktion. Außerdem ist besagter „Mastodon“ kein wirkliches Tier, sondern der Name einer open source Social-Medium-Plattform, die momentan als Ersatz für den digitalen Vogel, „Twitter“ rege gehandelt wird.

Seitdem Egon Musk, der reichste Mensch auf Erden (oder so wird behauptet), „Twitter“ für 44 Milliarden Dollar erworben hat und gleich für Chaos gesorgt hat, flattern diverse Zwitscherer in Richtung „Mastodon“, um dort das Social-Medium-Gespräch fortzufahren.

Obwohl ich nie ein Zwitscherer war – dafür habe ich weder die Zeit noch die Geduld – habe ich mich nun bei Mastodon angemeldet. Allerdings nur, um als „Follower“ eines Londoner Kollegen, der seine Gefolgschaft in die Höhe treiben möchte. Bisher erlebe ich „Mastodon“ als umständlichen Irrgarten voller Geschwätz. Dazu: Ich weiß gar nicht, wieso die Seite „Mastodon“ heißt!

Das ein Vogel „Nilgans“ genannt wird, ist nachvollziehbar. Aber eine Kommunikationsseite „Mastodon“, will sagen: nach einer ausgestorbenen Elefantenart, zu benennen, leuchtet nicht ein. Zumindest mir nicht.

Doch nun habe ich meine Mastodon-Präsenz und bin unter dem Namen „P.J. Blumenthal“ mit der Adresse – was sonst?: @sprachbloggeur! – zu finden. Ich habe diese Seite aber noch nicht eingerichtet, und vielleicht tue ich es nie. Momentan wirkt sie wie eine leere Wohnung, die man gerade bezogen hat. Falls ich sie jemals in Anspruch nehme, werden meine Beiträge teils Englisch teils Deutsch erscheinen. Denn schließlich will ich mit meinem Beitritt meinen Kollegen in London ein bisschen unter den Arm nehmen.

Und was hat der Untergang des römischen Reiches mit all dem zu tun? Wahrscheinlich nichts. In letzter Zeit mache ich mir aber Gedanken über diesen Untergang. Meine kurze Schlussfolgerung lautet: Weil die alten Römer weder Antibiotika noch Internet hatten und von daher nicht in der Lage waren, für Gesundheit und Ordnung zu sorgen. Es gab aber noch einen Grund. Die Römer waren stets dabei, das Imperium zu vergrößern. Damals bedeutete diese Politik: alles, was nicht gerade niet- und nagelfest war, mit nach Hause zu verfrachten. Das römische Reich funktionierte also nach dem Prinzip einer Ameisenkolonie!

Meine Theorie: Hätten die Römer anstatt nur Raffgier im Sinne gehabt, Handel mit den Nachbarn jenseits der bereits etablierten Grenzen getrieben, wäre das römische Reich nie untergegangen, und wir würden noch heute alle Lateinisch sprechen!

Ich müsste darüber nachdenken, was das mit der Nilgans, mit Mastodon und mit Twitter zu tun hat. Sicherlich finde ich eine Verbindung.

Schuldzuweisen auf Englisch

„Blame“. Sprich „bläjm“. Eine hübsche Vokabel aus dem reichen Wort-Schatz (ja Schatz) meiner Muttersprache. Notabene: Es hat nix mit „blamieren“ zu tun. Man kann auf Deutsch einen anderen „blamieren“ im Sinne von „bloßstellen“. Oder man verwendet das Wort reflexiv: „sich blamieren“.

Wer „bloßgestellt“ wird (man macht ihn „bloß“, also „nackt“). Er – oder sie – erleidet eine „Blamage“.

By the way: Wissen Sie woher das Wort „blamieren“, „Blamage“ und Co. stammt? Die Antwort hat mich überrascht. „Blamieren“ ist sprachgeschichtlich mit „Blasphemie“ verwandt. Eine „Blasphemie“ war ursprünglich eine ganz normale Verfemung eines anderen. Will heißen: Man redet hämisch über jemanden.

Das Wort ist griechischen Ursprungs. Erst später wurde die gemeinte Verfemung ausschließlich auf Gott beschränkt.

Die Römer machten aus diesem griechischen Begriff „blaspheme“ das Verb „blasphemare“, und dies wiederum wurde ins Deutsche als „blasphemieren“ und später – wahrscheinlich übers Französische – als „blamieren“ versimplifiziert.

Auch hier das Gesetz der Mundfaulheit am Werk.

Aber zurück zu „blame“. Dieses Wort hat weder mit „Blamage“, „blamieren“ oder gar „Blasphemie zu tun.

„Blame“ wird ausschließlich transitiv verwendet. Das heißt mit einem Objekt. Man hat das Bedürfnis (oder die Lust) jemanden oder etwas zu…“blame“.

Dict.cc, eine Webseite, die den Gebrauch von dicken Sprachwörterbüchern – beinahe – überflüssig macht, bietet die folgenden Übersetzungen für „to blame“: „jdn. beschuldigen“, „vorwerfen“, „tadeln“, „jdn. rügen“, „jdn. verantwortlich machen", „jdm. die Schuld zuschreiben“. Man kann sich auch „selbst die Schuld geben“. „I blame myself“.

Ja, auch das kommt manchmal – wenn auch selten – vor: dass man sich die Schuld gibt. Meistens aber ist es der – oder die – andere.

Und nun ein paar engl. Idioms: Die eine heißt „blame and shame“. Das heißt: Nicht nur ist sie – oder er – für etwas Schreckliches verantwortlich. Noch dazu kann sie – oder er – nur sich selbst Vorwürfe machen und sollte sich deshalb schämen.

Hmm. Wie könnte man „blame and shame“ auf Deutsch ebenso knapp und schlüssig formulieren? Vielleicht haben Sie eine Idee… So etwas wie „Krach und Schmach“ vielleicht?? Nein. Ist nicht dasselbe. Nur vom Klang her.

Doch nun eine besonders schöne und oft verwendete Redewendung: „the blame game“.

„Linguee“ – auch eine sehr nützliche Internet-Nachschlagquelle – übersetzt „blame game“ mit „gegenseitige Schuldzuweisungen“. Vom Sinn her passt dies wie der Faust aufs Gretchen. Nur leider ohne die Sprachmusik.

Vielleicht ein anderes Bild fürs dt. Äquivalent. Z.B.: Man schiebt sich einander etwas in die Schuhe. Auch das ist irgendwie ein Spielchen, ein „game“. Denn wenn man jemandem etwas in die Schuhe schiebt, dann nur deshalb, um ihn – ganz klar – mit „blame“ zu blamieren.

Hoppla! Nun haben wir den Kreis geschlossen. Irgendwie ist es uns doch gelungen, „blame“ und „blamieren“ zu verlinken, wenn auch nicht ganz. Denn durch „blame“ wird ein anderer „bloßgelegt“ – also „blamiert“. Trotzdem handelt es sich bei „blame“ und „blamieren“ um zwei Paar Schuhe, womit wir beim Bild bleiben.

Wenn Sie es mit der Lektüre dieser Glosse bisher geschafft haben, dann werden Sie sich vielleicht fragen: Was soll dieses Traktätchen über Schuldzuweisungen?

Ganz einfach: Es geht um ein Phänomen, das seit Urzeiten Geschichte schreibt. Mit „blame“ und „Blamage“ umfasst man beinahe die ganze Geschichte dieser Welt.

In eigener Sache: Kein Beitrag nächste Woche. Bin schon wieder auf Geheimmission.

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