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Sprechen Sie Pottwalisch?

Es sollte heute thematisch etwas Einfaches sein: die Sprache der Pottwale. Darüber hatte ich nämlich gestern einen langen Artikel überflogen, um das Markanteste herauszupicken. Habe ich „überflogen“ geschrieben? Jawohl. Denn meiner Meinung nach gibt es über die Sprache der Pottwale nicht viel zu berichten.

Wenn ich mich richtig an die Details erinnere, haben Wissenschaftler festgestellt, dass die Lautbildung der Pottwale ziemlich differenziert ist. Will heißen: Es wäre möglich, dass sie über einen großen Wortschatz verfügen. Auch reden sie bisweilen sehr laut! Bis 230 Dezibel!

Bedenken Sie: Wenn Sie via Ohrstöpsel Musik hören, erreicht der Klang – wenn Sie Pech haben – bis ca. 110 Db. Tut man dies über eine längere Zeit, kann man damit rechnen, schon nach wenigen Jahren schwerhörig zu werden. So gesehen, sollte man davon ausgehen, dass ein Mensch, der zu oft Gespräche mit Pottwalen führt, bald den Weg zum Akustiker einschlagen müsste.

Ich vermute, dass Pottwale selbst keine Hörgeräte brauchen, wenn sie häufig mit Artgenossen ins Gespräch kommen. Mit einer anderen Hardware sind sie wohl ausgerüstet als bei uns.

Doch worüber unterhalten sich diese riesigen Viecher? Das ist die große Frage, und selbstverständlich lechzen die Wissenschaftler danach, Antworte zu finden. Fest steht: Die Tiere verfügen über eine breite Auswahl an Knacks- Pieps- und sonstige Lauten. Leider habe ich vergessen, wie sie alle heißen. Diese werden auf verschiedenen Frequenzen „gesprochen“ oder „gerülpst“ oder auf sonstige Art artikuliert.

Aber was sind ihre Themen? Klar, die Wissenschaftler erhoffen insbesondere einen Hinweis darüber. Vielleicht lästern sie über Artgenossen oder führen sie Gespräche über die Familie usw. oder vielleicht debattieren sie über Philosophie oder Pottwalpolitik.

Nun hoffen die Wissenschaftler durch KI auf neue Erkenntnisse über diese Themen zu kommen. Gibt es vielleicht Pottwal-Shakespeares und -Mozarts?
Kann man nie wissen. Immerhin bleibt die Welt groß und geheimnisvoll – egal wie viel Klugscheiß wir reden. Dafür lernen wir jeden Tag Neues dazu.

Über all diese Dinge wollte ich heute schreiben und über noch mehr. Denn letztendlich ist es faszinierend, Einblick in die uns unbekannte Welt anderer Tiere zu bekommen. Doch dann wurde ich restlos abgelehnt. Ich wollte nämlich – kurz – etwas im Internet bestellen und mit Kreditkarte bezahlen. Das Übliche: bestellen und dann zur nächsten „Seite“. Wenn ich die „Zahlseite“ erreicht hatte, tippte ich schließlich meine Kreditkartennummer sorgfältig ein, woraufhin ich augenblicklich einen SMS von meiner Bank erhielt. Darin fand ich eine Kontrollnummer vor, die ich auf der „Zahlseite“ einzutippen hatte. Gesagt getan. Nun hat die Internet-Firma nach meinem E-Code gefragt. E-Code? Über so einen Begriff hatte ich eine dunkle Erinnerung. Habe ich einen E-Code? Ich fummelte durch einige Papiere im Schreibtisch und siehe da! Ich hatte tatsächlich etwas mit diesem Namen. Die Nummer gab ich ein und zack! Die Zahl sei falsch, hieß es. Ich soll das Prozedere wiederholen. Hmm. Okay. Ich hab’s nochmals gemacht und zack! Gleiche Botschaft. Die Einzahlung wurde mir geweigert. Allmählich bin ich ungehalten geworden.

Gleich rief ich meine Bank an. Man werde mir einen neuen E-Code schicken, hieß es. Dieser käme aber erst in fünf oder sechs Tagen an. Diese Information wollte ich der Firma sogleich weitersagen und rief den „Kundendienst“ an. Man hat mir eine neue Telefonnummer gegeben, wo ich dies mitteilen sollte. Doch diese Nummer führte irgendwie ins Nichts. Keiner antwortete. Allmählich war ich richtig sauer. Und so muss ich weiterhin warten, bis ich jemanden erreiche. Alles sehr kompliziert.

Und nun stelle ich die Frage: Haben auch Pottwale solche Probleme? Ich fürchte, wir müssen die spannenden Ergebnisse der KI-Forschung abwarten, bis wir evtl. eine Antwort erhalten. Meine Vermutung: Pottwale brauchen keine künstliche Intelligenz. Sie haben bereits die Flösse voll mit den üblichen natürlichen Bedürfnissen…

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